09. Dezember 2019, 23:04 Uhr

Afghanistan-Krieg beschönigt

09. Dezember 2019, 23:04 Uhr
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Von DPA

Washington (dpa). Um den kostspieligen und blutigen Krieg in Afghanistan zu rechtfertigen, haben die US-Regierung und das Militär die Öffentlichkeit einem Medienbericht zufolge jahrelang mit beschönigenden Aussagen in die Irre geführt. Die Regierung habe sich hinter »rosigen Ankündigungen« versteckt und negative Informationen gezielt geheim gehalten, berichtete die »Washington Post« am Montag unter Berufung auf rund 2000 Seiten bislang unveröffentlichter Dokumente. Die Dokumente basieren auf Interviews mit rund 400 ranghohen Beamten, Botschaftern und Militärangehörigen. Der Bericht zitiert beispielsweise einen früheren US-Botschafter in Kabul, Ryan Crocker, mit der Aussage, dass es den USA vor allem gelungen sei »massive Korruption« in Afghanistan zu entwickeln, wenn auch unabsichtlich. »Wenn es einmal ein solches Niveau erreicht, wie das, was ich gesehen habe, dann ist das irgendwo zwischen unglaublich schwierig und völlig unmöglich, es noch zu richten«, wurde Crocker zitiert. Die Dokumente stammen von einer Behörde, die 2008 vom US-Kongress ins Leben gerufen worden war, um den seit 2001 andauernden Krieg in Afghanistan und die seither erzielten Fortschritte zu prüfen. » Seite 5



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