28. Oktober 2019, 18:32 Uhr

Keine Entwarnung für Kalifornien

28. Oktober 2019, 18:32 Uhr
Die seit Tagen wütenden Brände haben bereits Dutzende Häuser und Flächen zerstört und Zehntausende Menschen in die Flucht getrieben. (Foto: dpa)

San Francisco (dpa). Verheerende Waldbrände fressen sich immer weiter durch Teile Kaliforniens. Die seit Tagen wütenden Feuer haben bereits Dutzende Häuser zerstört und Zehntausende Menschen in die Flucht getrieben. Am verheerendsten sei derzeit das »Kincade«-Feuer im Sonoma County, einer Weinbauregion rund 120 Kilometer nördlich von San Francisco, teilten die Behörden mit.

Die Flammen breiteten sich auf über 100 Quadratkilometern aus - mehr als die Fläche Manhattans. Rund 185 000 Menschen waren aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen. Rund 80 Anwesen und mindestens zwei Weingüter brannten ab. Mehr als 2800 Helfer waren im Einsatz. Zwei Feuerwehrleute seien beim Kampf gegen die Flammen verletzt worden, teilte die kalifornische Forst- und Brandschutzbehörde mit.

Windböen von bis zu 160 hm/h fachten die Flammen wieder an. In 43 der 58 Bezirke Kaliforniens gelte erhöhte Waldbrandgefahr. Ein Ende der Feuer war vorerst nicht in Sicht: Der Nationale Wetterdienst warnte vor gefährlich starken Winden bei gleichzeitig niedriger Luftfeuchtigkeit bis einschließlich Montag. Dies könnte zur schnellen Ausweitung von Bränden führen.

In Südkalifornien wütete das »Tick«-Feuer nahe Santa Clarita. Zwischenzeitlich mussten 40 000 Menschen ihre Häuser verlassen, viele konnten nach kurzer Zeit aber wieder zurückkehren. Bei dem Brand rund 50 Kilometer nördlich von Los Angeles wurden mindestens 16 Gebäude zerstört und 18 weitere beschädigt. Rund 10 000 Bauwerke galten als gefährdet. Eine Fläche von mehr als 18 Quadratkilometern wurde verkohlt. Über 900 Helfer kämpften am Sonntagabend gegen das Feuer.

Auch im mexikanischen Bundesstaat Baja California - mehrere Hundert Kilometer weiter im Süden - wüteten Waldbrände. Am Freitag waren bei Bränden in der Region drei Menschen ums Leben gekommen, vier wurden verletzt. Hunderte Soldaten waren zur Brandbekämpfung im Einsatz.

Derweil bedroht in den USA ein neuer Brandherd Los Angeles direkt: Die Feuerwehr warnte am frühen Montagmorgen (Ortszeit) vor dem sogenannten Getty-Feuer, das nahe einer Autobahn im Norden der Metropole ausgebrochen sei.

Wegen der hohen Waldbrandgefahr begann der Energieversorger Pacific Gas & Electric (PG&E) in Kalifornien am Samstagabend, fast einer Million Haushalten im Norden und im Zentrum des Bundesstaates den Strom abzustellen. Bei starken Winden droht die Gefahr, dass Strommasten umstürzen oder Äste Leitungen abreißen und somit Feuer auslösen.

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