05. Juli 2019, 14:43 Uhr

Zauberhaftes für unterwegs

Mit »Harry Potter: Wizards Unite« will Niantic an die Popularität von »Pokémon Go« anknüpfen. Dabei macht der Entwickler sehr viel richtig und baut auf den spannenden Spielelementen der erweiterten Realität auf. Aber reicht das für einen neuerlichen Erfolg?
05. Juli 2019, 14:43 Uhr
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Von DPA
Das »Pokémon Go« für Harry-Potter-Fans: »Wizards Unite« lässt sich auf der Straße spielen. Mit dem Flipendo-Fluch wird der Gnom ruckzuck zurückgeworfen und betäubt. (Fotos: dpa)

Es ist drei Jahre her, da gingen vor allem junge Menschen zu Tausenden auf die Straße, um Monster zu fangen. Mit ihrem Smartphone waren sie Teil eines der größten Hypes in der jüngeren Games-Geschichte: »Pokémon Go«, eines der bis heute erfolgreichsten Spiele in den App Stores. Das möchte Entwickler Niantic nun wiederholen - mit »Harry Potter: Wizards Unite«. Es basiert auf dem Augmented-Reality-Gerüst von »Pokémon Go«, macht aber einiges anders.

»Wizards Unite« spielt nach den sieben Hauptbüchern der »Harry Potter«-Reihe. Harry und Ron jagen als Auroren schwarze Magier, und Hermine arbeitet im Zaubereiministerium. Im Spiel selbst geht es um ein Unglück: Menschen, Tiere und Gegenstände aus der Zaubererwelt tauchen in der Muggelwelt auf. Eine Taskforce wird ins Leben gerufen, und die Spieler sind Teil davon.

Auf ihrem Smartphone sehen Spieler die Straßenkarte der echten Welt, die aber mit kleinen Hexenhäuschen, Gewächshäusern und größeren Festungen gespickt ist. Dazwischen tauchen immer wieder leuchtende Medaillen auf. Kurz angetippt, öffnet sich im Spiel die Kamera, und Spieler müssen nun etwas Magisches in der echten Welt finden. Das kann zum Beispiel ein herumfliegender Schnatz, ein Hippogreifküken oder Hagrid sein, der als erweiterte Realität (AR) ins Live-Bild der Kamera eingeblendet wird.

Diese magischen Dinge werden meist von etwas bedroht oder gefangen gehalten. Indem Spieler eine bestimmte Geste auf dem Smartphone nachzeichnen, sprechen sie einen Zauberspruch und können es befreien. Hat der Zauber geklappt, wandert Schnatz, Hippogreifküken oder Hagrid ins Register. Dieses zu füllen, ist das ultimative Ziel des Spiels.

Altes in neuem Gewand

Wer jetzt denkt, dass das alles doch sehr nach »Pokémon Go« in neuem Gewand klingt, liegt völlig richtig. Und es gibt noch mehr Parallelen: In Gasthäusern laden die Spieler ihre magische Energie wieder auf, womit sie wieder neue Versuche haben, magische Dinge zu befreien. Die gleiche Mechanik steckt hinter den Pokébällen. In den Gasthäusern gibt es auch die Möglichkeit, sogenannte Antiobskuranten zu platzieren, was mehr magische Gegenstände anzieht. Das entspricht den Lockmodulen. Sogenannte Portschatullen muss man öffnen, indem man eine gewisse Distanz zurücklegt - was wiederum den Eiern entspricht.

Doch »Wizards Unite« ist nicht nur »Pokémon Go« in neuem Look. Die Entwickler haben mehr Rollenspielelemente untergebracht. So können Spieler zwischen drei Berufen (Auror, Magizoologe oder Professor) wählen - jeder mit eigenem Talentbaum, der etwa neue Fähigkeiten bringt, die dann in Festungskämpfen angewandt werden können.

Festungen sind Orte auf der Karte, an denen Spieler allein oder gemeinsam gegen mehrere Feinde wie Werwölfe oder Todesesser antreten. Gekämpft wird mit nachgezeichneten Gesten für Angriff und Verteidigung. Und je nach Beruf können Spieler hier etwa ihre Mitstreiter heilen oder Monster schwächen. Insgesamt wirkt »Wizards Unite« vollständiger als »Pokémon Go« beim Launch. Das kann zunächst auch überfordern, wenn man beim ersten Levelaufstieg mit diversen Boni überhäuft wird, mit denen man noch gar nichts anzufangen weiß. Erst nach ein paar Stunden Spielzeit stellt sich Vertrautheit und ein Gefühl der Kontrolle ein. Natürlich nutzt »Wizards Unite« auch diverse Free-To-Play-Mechaniken, um Spieler zum Geldausgeben zu bewegen. Die In-Game-Währung Gold kann für echtes Geld gekauft und etwa fürs Aufladen von Zauberenergie oder zum Brauen von Tränken eingesetzt werden. Eines scheint »Wizards Unite« besser zu machen als »Pokémon Go«: Auch wenn keine besonderen Orte wie Gasthäuser in der Nähe sind, gibt es genug Möglichkeiten, magische Gegenstände zu finden. Das sollte das Spiel auch in ländlichen Gegenden spielbar machen.

Insgesamt ist Niantic ein guter Nachfolger für »Pokémon Go« gelungen. Die Musik von John Williams ertönt genauso wie die deutsche Synchronstimme von Potter-Darsteller Daniel Radcliffe. Zwar bleibt »Wizards Unite« im Endeffekt nicht mehr als das virtuelle Ausfüllen eines Sammelbildalbums. Aber es nimmt sich das Beste aus »Pokémon Go« und setzt sinnvolle neue Mechaniken drauf. Dass »Wizards Unite« einen ähnlichen Hype auslösen kann, ist aber unwahrscheinlich. (Foto: Niantic/dpa)

Beim neuen Mario-Levelbaukasten »Super Mario Maker 2«, haben die Entwickler Stoff reingepackt, der die »2« im Titel mehr als rechtfertigt. Zu den schon schier unendlichen Möglichkeiten, eigene Mario-Level zu gestalten, kommen noch mal Massen an Bausteinen hinzu. Hunderte von Bauelementen, Items und Gegnern stehen zur Verfügung, um eigene Level zu bauen und sie Spielern in der ganzen Welt zur Verfügung zu stellen. Spieler können sich aus den Levelelementen sämtlicher Mariospiele bedienen.

Neu ist dieses Mal, dass auch Super Mario 3D World als Setting hinzukommt. Ebenfalls neu: Herausforderungen lassen sich nun zu zweit an einer Konsole erstellen oder Freunde treten Level zu zweit an. Bis zu vier Spieler an einer Konsole oder auch online dürfen also nun gemeinsam ran. »Super Mario Maker 2« gibt es exklusiv für die Switch. Das Spiel ist ohne Altersbeschränkung freigegeben und kostet rund 60 Euro. dpa

Leichte E-Books statt dicker Schmöker: Wer unterwegs viel liest und auch auf Reisen gewöhnlich eine stattliche Zahl an Büchern mit sich führt, greift zur digitalen Version. Denn E-Books lassen sich nicht nur am PC oder Notebook lesen, sondern vor allem auf Smartphones, Tablets und - besser noch - auf speziellen Lesegeräten, den sogenannten E-Readern.

»Ein E-Book ist nichts anderes als mehrere aneinandergehängte HTML-Seiten«, erklärt Rainer Schuldt von der »Computerbild«. Deshalb lassen sie sich über Apps oder Add-ons auch leicht auf Mobilgeräten oder im Browser von Rechnern lesen. Praktischer sind E-Reader. Sie wiegen wenig, sodass es möglich ist, »ganze Bibliotheken mit sich herumzutragen«, sagt Michael Wolf von der Stiftung Warentest. Selbst »Krieg und Frieden« wird so zur federleichten Lektüre.

Das Leseerlebnis von E-Books lässt sich zudem individualisieren. »Auf den Readern lassen sich die Schriften vergrößern«, erklärt Michael Döschner, Sprecher der Interessengruppe Digital beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Hauptvorteil der Reader ist aber ihre spezielle, augenschonende Display-Technologie (E-Ink), die im Vergleich zu Smartphone oder Tablet größeren Lesegenuss bietet, sagt Warentester Wolf. Durch einen hohen, papierähnlichen Kontrast ist Lesen selbst am Strand im Sonnenlicht noch möglich. Und weil E-Ink nur beim Umblättern Strom braucht, halten die Reader mit einer Akkuladung oft wochenlang.

Bei den Lesegeräten könne man nicht viel falsch machen, die Unterschiede zwischen den Anbietern seien nur gering, meinen die Experten. WLAN ist fast ausnahmslos Standard bei den Readern. Einige Geräte sind spritzwassergeschützt, die meisten inzwischen hintergrundbeleuchtet, sodass man auch im Dunkeln komfortabel lesen kann. Die Preise starten bei 60 Euro. Reader mit Beleuchtung sind ab 80 Euro zu haben.

Kaufen kann man E-Books entweder gleich in dem Shop, der auf dem Lesegerät vorinstalliert ist. Sie lassen sich aber auch woanders kaufen und dann auf den Reader übertragen - zumindest, wenn es um EPUB-Bücher geht. Beim anderen Format handelt es sich um Amazons AWZ-Format, das nur auf Kindle-Readern oder -Apps lesbar ist. Untereinander sind die beiden Formate nicht kompatibel. Der größte Anbieter von EPUB-Readern und -E-Books ist die Tolino-Allianz. An der Allianz kann der gesamte Buchhandel teilnehmen. »So lässt sich mit dem Kauf eines E-Books auch der lokale Buchhändler vor Ort unterstützen«, erklärt Schuldt.

Ein E-Book ist Michael Döschner zufolge meist 10 bis 20 Prozent günstiger als die gedruckte Version. Man kann E-Books aber auch in öffentlichen Bibliotheken leihen, das Angebot nennt sich Onleihe. dpa

Wer sein Smartphone liebt, nimmt es nicht mit an den Strand - zumindest nicht ohne Schutz. Denn insbesondere das aggressive Salzwasser kann Mobiltelefonen großen Schaden zufügen. Gefährlich sind aber auch die feinen Sandkörner, warnt das Telekommunikationsportal »Teltarif.de«. Sie können sich in der kleinsten Ritze festsetzen und Glas verkratzen. Verhindern lässt sich dies mit speziellen, passgenauen Outdoor-Hüllen - oder einem verschließbarer Gefrierbeutel.

Geräte, denen Hersteller mittels einer angegebenen IP-Schutzart bescheinigen, gegen das Eindringen von Wasser und Staub geschützt zu sein, sollte man den Experten zufolge trotzdem sorgfältig behandeln. Smartphones ohne IP-Klasse, die ungeschützt in Süßwasser geplumpst sind, schaltet man am besten gleich aus, entnimmt - falls möglich - den Akku und trocknet die Geräte einige Tage lang an der Luft oder in einem Beutel mit Reis. Bei Salzwasser, sollte das Innere von einem Fachmann gereinigt werden. dpa

Technisch modernisiert, vom äußeren Design aber annähernd originalgetreu und mit voll funktionsfähiger Tastatur: So soll das Retro-C64-Remake »The C64« vom 5. Dezember an für 120 Euro verkauft werden, wie Hersteller Retro Games mitteilt.

Ab Werk sind 64 Spiele vorinstalliert, darunter etwa »California Games«, »Paradroid« oder »Attack oft the Mutant Camels«. Über eine USB-Schnittstelle sollen sich weitere Titel oder Programme hinzufügen lassen - etwa aus der C64-Spiele-Bibliothek des Internet Archive. Zum Lieferumfang gehört auch ein Mikroschalter-Joystick, der sich an einen der insgesamt vier USB-Ports anschließen lässt. Mit dem Fernseher oder einem Monitor verbindet man »The C64« via HDMI-Kabel.

In einer verkleinerten Version ohne funktionierende Tastatur und ohne die Möglichkeit, weitere Games aufzuspielen, war im März 2018 bereits »The C64 Mini« erschienen. Sein Verkaufspreis liegt im Handel derzeit bei 40 Euro, die Hälfte der ursprünglichen Preisempfehlung. dpa



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