03. März 2017, 14:43 Uhr

Napflix: Videos zum Einschlafen Anwendung für Handy-Kameras Doppelte Kontakte einzeln löschen Apps zehren an Datenvolumen 5G treibt Telekommunikation voran Altes Smartphone zu verkaufen

03. März 2017, 14:43 Uhr
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Von DPA
Der schnelle 5G-Datenfunk wurde vor Ort mit einer Sendeanlage demonstriert. (Foto: dpa)

Diese Webseite macht vor allem eines: müde. Denn »napflix.tv« – in Anlehnung an den Streaming-Dienst »Netflix« bietet seinen Zuschauern ausschließlich tödlich langweilige Videos. Oder beruhigend – je nach Blickwinkel. Ob die Aufnahme einer rieselnden Sanduhr, untermalt von sanften Klavierklängen (58 Minuten), das meditative Rotieren von Hähnchen am Grill oder die dreistündige, immer gleiche Aufnahme eines Aquariums: die Betreiber dieser Webseite möchten nichts lieber, als Schlaflosen zu ihrer Bettruhe zu verhelfen. Also sammeln sie auf ihrer Plattform »the most silent and sleepy content selection to relax your brain and easily fall asleep«, wie die zwei Spanier auf ihrer Seite angeben. Kurz gesagt: Mehr Ruhe und Schläfrigkeit als hier gibt es wohl nirgendwo.

Aus zehn verschiedenen Kategorien wie »Dokumentation« oder »Sport« können die Schlafsuchenden hier das für sie langweiligste Video auswählen. Beim Abspielen der Videos kann außerdem ein Timer oder eine Endlosschleife eingestellt werden. Freilich ist Langeweile ein relativer Begriff: So wird nicht alle die Aufnahme einer ersten Fahrstunde in den Schlaf wiegen können. dpa

Wer mit der vorinstallierten Kamera-App auf seinem Android-Smartphone nicht zufrieden ist oder einfach etwas Neues ausprobieren möchte, hat durchaus Alternativen. Eine davon ist die freie Anwendung Open Camera. Sie ist nicht nur schneller schussbereit, vielfältiger und übersichtlicher in der Bedienung als manche Standard-Fotoanwendung, sondern bietet auch zahlreiche Features und Einstellmöglichkeiten.

Dazu zählen ein Bildstabilisator, eine Lagewinkelanzeige, verschiedene Modi zum Scharfstellen, eine Gesichtserkennung, Belichtungsspeicher und -sperre sowie das Auslösen per Timer oder allseits bekannte Sprachkommando (»Cheese«). Ebenso an Bord sind eine Serienbildfunktion mit Intervalleinstellung, HDR-Unterstützung sowie die Möglichkeit, Hilfsgitter zur Bildkomposition einzublenden. Das handyeigene Mikrofon wird als Audioquelle in den meisten Fällen unterstüzt. Open Camera ist kostenlos, werbefrei und quelloffen. dpa

Doppelte Kontakteinträge im Adressbuch lassen sich in macOS einfach zusammenführen und löschen. Dazu werden in der »Kontakte«-App einfach »Alle Kontakte« ausgewählt. Diese Einstellung lässt sich über einen Klick auf »Darstellung/Gruppen einblenden« aktivieren. Dann klickt man auf »Visitenkarte« und wählt die Option »Nach Duplikaten suchen ...«. Nun löscht das Programm doppelte identische Einträge. Werden Namenseinträge mit unterschiedlichen Informationen gefunden, kann man auswählen, ob sie zusammengefügt werden sollen oder nicht. Fügt man sie zusammen, bleibt nur noch ein Eintrag übrig. dpa

Wer gerne die Telefoniefunktion von Messenger-Apps nutzt, braucht dafür ausreichend Datenvolumen. Ein Gigabyte pro Monat sollte es schon sein, rät die Fachzeitschrift »c’t« (Ausgabe 5/2017). Der Grund: Wird mit Apps wie Skype, WhatsApp, Signal oder Wire telefoniert, zehrt das am gebuchten Datenvolumen. Zwischen 20 und 40 Megabyte pro Stunde wurden in einem Test acht verschiedener Apps gemessen. Für die Verbindungskommunikation mit den Betreiberservern fallen mit gut einem Megabyte pro Monat relativ wenig Daten an. dpa

5G gehört die Zukunft – das ist auf dem Mobile World Congress in Barcelona keine Frage mehr. Gigantische Mengen an Daten sollen mit dem künftigen Funk-Standard ohne merkbare Verzögerung durch das Netz fließen und etwa das autonome Fahren sicher und ohne Staus garantieren. Umweltprobleme und die Verschwendung von Ressourcen sollen eingedämmt werden, so das Versprechen der Mobilfunkindustrie. Doch bei allen Visionen steckt die Entwicklung noch tief in den Kinderschuhen. Zuerst einmal stehen gigantische Investitionen an.

Allen voran die Telekom-Provider stehen vor großen Herausforderungen. Allein wird das Projekt kein Anbieter realisieren können, davon sind alle Beteiligten überzeugt. Ganz neue Partnerschaften sind gefragt. Auch heutige Konkurrenten müssten für den Aufbau des 5G-Netzes zusammenkommen und Partnerschaften bilden, betonte Murthy Renduchintala, Mobilexperte des Chipherstellers Intel in Barcelona. Und wenn es um das Netzwerk eines global agierenden Unternehmens oder um Verkehrsdaten für ein autonomes Fahrzeug geht, darf auch an Ländergrenzen nicht Schluss sein.

Bislang sind erst wenige Standards für das Netz der Zukunft geknüpft. Doch es gibt bereits zahlreiche Feldversuche. Im Jahr 2020 sollen dann die ersten Netze verfügbar sein, in denen Daten vom Kühlschrank über Streaming-Videos bis hin zu den autonom fahrenden Autos in atemberaubender Geschwindigkeit fließen sollen. 5G habe tausendmal mehr Kapazität als heutige Hochleistungsnetze, sei hundertmal schneller und ermögliche zehnmal kürzere Verzögerungszeiten, pries Telekom-Chef Timotheus Höttges die Vorzüge in Barcelona.

»5G ist viel mehr als nur Geschwindigkeit«, betonte zugleich Claudia Nemat aus dem Vorstand der Deutschen Telekom. »5G ist ein Zehnkampf, und den gewinnt man nicht allein im Sprint.« Die Telekom wolle die anstehenden tief greifenden gesellschaftlichen Veränderungen, die dadurch entstehen, aktiv mitgestalten. Viele Betreiber werden die nötigen Investitionen in den Aufbau von 5G im Rahmen bestehender Geschäftslogik jedoch nur schwer bewältigen können, schätzt Martin Reitenspieß von der Managementberatung Oliver Wyman. Dafür seien radikale neue Ansätze erforderlich. »Anders als vorherige Mobilfunkgenerationen ist 5G nicht nur eine technologische Weiterentwicklung«, sagte Dieter Trimmel, Telekommunikationsexperte bei dem Unternehmen. 5G erfordere neue Geschäftsmodelle. »Auf diesen tief greifenden Wandel haben sich die Betreiber bislang zu wenig eingestellt.«

Beim Aufbau von 5G geht es vor allem auch um die Virtualisierung bestehender Infrastruktur. Damit wird der Grundstein gelegt dafür, dass künftig jede Leitung individuell adressiert werden kann – je nachdem, welche Daten mit welcher Dringlichkeit unterwegs sind. Künftig solle sich kein Nutzer mehr darüber den Kopf zerbrechen müssen, in welchem Netz er sich gerade befindet. »Viele Bereiche des täglichen Lebens werden ihr maßgeschneidertes Netz bekommen: enorme Bandbreiten für die Unterhaltung, superschnelle Reaktionszeiten für Autos oder Roboter und die langlebige Schmalbandverbindung für den Parksensor oder die Straßenlaterne«, erläuterte Höttges. Erstmals können Telekom-Provider ihren Kunden damit individuell zugeschnittene Zugänge liefern. Dass es im künftigen Internet der Dinge Nutzungsbereiche geben wird, die auf eine latenzfreie und hundertprozentig verlässliche Datenübertragung angewiesen sein werden, steht außer Frage. Doch bedeutet das auch eine direkte oder indirekte Abkehr vom Grundsatz der Netzneutralität? Dieser besagt, dass alle Daten unabhängig von ihrer Herkunft beim Transport im Internet gleich behandelt werden müssen. Bisher hätten die Netzanbieter es nicht geschafft, in angemessenem Maß am Erfolg von Diensteanbietern wie Google, Facebook oder Netflix zu partizipieren, heißt es bei Oliver Wyman. Dabei wäre das mobile Internet ohne die erheblichen Investitionen der Netzbetreiber in der heutigen Form gar nicht möglich.

Die für das neue Netz kolportierten Kosten dürften erheblich sein. Weltweit dürften Investitionen von 200 Milliarden Euro anfallen, schätzt Stéphane Richard, Chef des französischen Telekom-Providers Orange. Höttges sprach gar von 500 Milliarden Euro. dpa

Hochauflösenderer Bildschirm, bessere Kamera, schnellerer Prozessor: Bei Smartphones wollen viele auf dem aktuellsten Stand sein. Die neuen Geräte haben aber ihren Preis – da liegt es nahe, sich mit seinem alten Mobiltelefon eine kleine Finanzspritze für die kostspielige Neuanschaffung zu holen.

Ankaufportale im Netz etwa machen mit gebrauchten Mobiltelefonen Geschäfte. Ihr Prinzip ist einfach: Man beschreibt den Zustand des Smartphones. Die Webseite errechnet daraufhin ein Kaufangebot. Ist der Verkäufer damit einverstanden, schickt er das Gerät zum Portal. Dort wird das Gerät geprüft: Entweder nimmt der Internethändler es so an und überweist das vorab versprochene Geld binnen einiger Tage. Oder er schlägt einen anderen Preis vor.

In der Regel wollen die Portale dann weniger zahlen. Ihre Begründung lautet meist: Der Zustand des Geräts sei schlechter als beschrieben, erklärt Simone Vintz von der Stiftung Warentest. Sie hat im Herbst 2016 eine Untersuchung zu Ankaufportalen betreut. In Einzelfällen wurde das Angebot dabei aber auch nach oben angepasst. Ihr Rat: Beim Beschreiben des Geräts sollte man nicht zu tief stapeln. Mängel sollte man zwar nicht verschweigen. »Aber man sollte auch nicht jeden Kratzer überbetonen.«

Im Vergleich der Stiftung Warentest boten verschiedene Portale zwischen 70 und 225 Euro für dasselbe Gerät. Sich Angebote bei mehreren Ankaufportalen einzuholen, ist also Pflicht. Auch die Versandbedingungen gilt es zu prüfen: Häufig zahlen die Portale das Porto für die Zusendung über ausdruckbare Freimarken. Wenn man das Gerät zurückverlangt, weil einem das endgültige Angebot des Portals zu niedrig ist, zahlen viele Anbieter auch die Rücksendung – jedoch nicht alle. Darüber sollte man sich vorher informieren, rät Vintz. Das Hin- und Herschicken kann nervig sein. Man sollte deshalb auch leichte Reduzierungen hinnehmen, findet Vintz. »Oft sind es zehn bis zwanzig Euro, um die man streitet.«

Ankaufportale seien ein bequemer Verkaufsweg, ergänzt Monika Klein von der Zeitschrift »Connect«. Den höchsten Preis dürfe man allerdings nicht erwarten, da die Händler eine gewisse Marge für den Weiterverkauf einkalkulieren.

Eine Alternative bleibt der Verkauf an Privatpersonen, etwa über Online-Auktionshäuser oder Kleinanzeigenportale. Der Vorteil ist, dass auf diesem Weg theoretisch ein höherer Verkaufspreis möglich ist als bei Ankaufportalen. Schließlich fällt dort die Marge weg.

Allerdings ist der Aufwand höher. Das Smartphone sollte aussagekräftig und gut ausgeleuchtet aus mehreren Perspektiven fotografiert werden, sagt Klein. Im Beschreibungstext müssen Alter, Zustand und technische Daten dokumentiert werden. »Ehrlichkeit spart an der Stelle nachträglichen Ärger.« Dazu kommt, dass man Anfragen von Interessenten beantworten muss. Das kostet Zeit. Und nach dem Verkauf muss das Gerät zur Post. Außer, der Käufer holt es ab.

Letztlich bleibt bei Versteigerungen im Netz auch ein Restrisiko, dass ein Gerät vergleichsweise wenig Geld einbringt. »Ein bisschen ist es auch Zufall, was am Ende dort herauskommt«, sagt Warentesterin Vintz. Es hängt davon ab, wer mitbietet, wie die Beschreibung ist und welche Bewertungen das eigene Konto aufweist. Nach dem Verkauf kann außerdem eine Provision fällig werden. Ebay etwa nimmt zehn Prozent. Wann bringen gebrauchte Smartphones noch richtig Geld ein? Das ist von vielen Faktoren abhängig. IPhones zum Beispiel gelten als wertstabil. Bei Samsung seien die kleinen Modelle wie das S5 Mini gefragt, sagt Vintz. Auch das Alter setzt Mobiltelefonen zu. Typisch ist ein abbauender Akku. Wer einen neuen einbaut und dies per Rechnung nachweist, kann beim Verkauf eventuell mehr Geld herausschlagen.

Doch nicht mehr nur bei iPhones, auch bei vielen neueren Geräten anderer Hersteller sei der Akku nicht mehr in Eigenregie zu wechseln, sagt Klein. Ob sich ein Wechsel im Fachgeschäft lohnt, um das Telefon für den Verkauf attraktiver zu machen, muss man genau durchrechnen.

Was bringt noch Geld?

Originalverpackung und -zubehör wie Kopfhörer steigern den Verkaufswert. Auch eine genutzte Schutzhülle als Extra-Beigabe ist ein Lockmittel. SIM-Lock-Sperren sind dagegen selten geworden, so Klein. Sie legen ein Smartphone auf ein bestimmtes Netz oder eine SIM-Karte fest. Wer ein Gerät mit einem SIM-Lock hat, sollte es vom Mobilfunkanbieter auf jeden Fall vor dem Verkauf entsperren lassen. dpa



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