Sieben Jahre lange haben die Republikaner nach allen Regeln der Kunst gegen Barack Obamas Jahrhundert-Reform des Gesundheitswesens polemisiert. Da wundert es schon, zu welchen Mitteln sie nun greifen müssen, um im Kongress überhaupt nur eine vage Chance zu haben, »Obamacare« abzuändern.

Die Wahrheit ist, dass die konkreten Leistungen der Gesundheitsreform immer schon beliebter waren als ihr Etikett. Tatsächlich wollen heute nur wenige Amerikaner »Obamacare« wirklich aufgeben.

Deshalb versucht Senatsführer McConnell das Gesetz in einer Nacht- und Nebelaktion durch den Kongress zu rammen, bevor jemand begriffen hat, welche Konsequenzen das 142 Seiten umfassende Papier hat. Eine erste Durchsicht lässt befürchten, dass die Abschaffung von »Obamacare« auf eine Umverteilung hin zu den reichsten Amerikanern hinausläuft. Die Republikaner streichen die Steuerzuschläge auf Spitzenverdienste, die bisher den Erwerb der Versicherungen für Geringverdiener subventioniert haben. Gleichzeitig sollen die Ausgaben für das Medicaid-Programm, das Armen und Behinderten hilft, rücksichtslos gedeckelt werden.

Sollte dieses Gesetz durchkommen, fielen die USA in die düstersten Tage zurück als fast 60 Millionen Amerikaner keinen Zugang zu bezahlbarer Gesundheitsversorgung hatten.

Es ist, wie Obama zu Recht feststellt, im Kern eine Gemeinheit, die sich gegen die Schwächsten in der Gesellschaft richtet. Deshalb bleibt zu hoffen, dass dieser Versuch im Kongress scheitern wird.

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