Er pöbelt. Das kann er nun mal am besten. Gefolgt von dem Charakterzug, sich heute nicht mehr für sein Geschwätz von gestern zu interessieren. Es womöglich nicht einmal mehr zu wissen. Ein Donald Trump hat es nicht nötig, zu seinem Wort zu stehen. Mit dem Emir von Katar neulich noch »best friend« gewesen, am Horizont ein paar lukrative Militärgeschäfte in Sicht? Ein bedauerlicher Irrtum, jetzt ist Saudi-Arabien wichtiger, König Salman sozusagen Busenfreund in der Phalanx gegen das böse Golf-Emirat Katar, für das der US-Präsident einen Tag zuvor noch neutral vermitteln wollte...

Doch zurück zum Pöbeln. Gegen seine Lieblingsfeinde – die US-Medien. »Fake Mainstream Medien« nennt Trump sie auf Twitter. Die sind in seinen Augen richtig böse, wahrscheinlich noch böser als das böse Katar. Wollen sie ihn doch seiner Meinung nach von den sozialen Medien fernhalten, damit er dort nicht seine »aufrichtige und ungefilterte Botschaft« verbreiten könne. Au, das tut fast schon weh. Dass Trump sich angesichts der politischen Herausforderungen der Gegenwart für einen derartigen Kleinkrieg überhaupt Zeit nimmt, ist beängstigend. Schon die Anredefloskel »Sorry Leute« finde ich eines US-Präsidenten in einer immerhin unfassbar öffentlichen Verlautbarung nicht würdig – sondern ziemlich daneben. Doch womöglich bin ich einfach nur verblendet, weil auch ich den bösen Fake News der bösen »Mainstream-Medien« aufsitze über Trumps Tun und Lassen und sie womöglich sogar weiterverbreite. Sorry Leute – angesichts solcherlei Unterstellung könnte ich glatt rumpöbeln.

Aber nicht politwochs.

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