Vorbei, vorbei, gleich beides: Der Februar und die Faschingszeit. Am Aschermittwoch kommen nun mal vornehmlich die Besen zum Einsatz – in Sachen Kehraus. Berappeln wir Narren uns also, wir Nichtnarren atmen auf – und stellen uns gemeinsam wieder der Realität mit ihren allgemeinen Wahrheiten. In Zeiten, da das Unwort des Jahres vermutlich Fake News sein wird, fühlen wir uns einmal mehr verpflichtet, den Tatsachen ins Auge zu sehen. Aus diesem Grunde bleibt uns nichts anderes übrig, als Ihnen und uns reinen Wein einzuschenken nach diesen tollen Tagen.

Es ist gelogen, dass neulich der Artikel Trömp bei Ikea in Wetzlar innerhalb von einer Stunde nach Ladenöffnung ausverkauft war. Wahrscheinlicher ist doch vielmehr, dass der Vollpfosten mit blonder Perücke innerhalb von zehn Minuten wegging, palettenweise. Unbestätigten Gerüchten zufolge wollen sich die meisten Käufer damit jetzt eine Holzmauer in den Vorgarten bauen, um sich anschließend dahinter ungestört mit Sombrero und Tequila in den Liegestuhl zu flätzen. Haben wir jedenfalls gehört. Oder geträumt. Gibt es gar nicht, Trömp? Und der Ikea in Wetzlar ist noch gar nicht eröffnet? Egal. So wäre es jedenfalls gewesen, wenn es so gewesen wäre. Aber das mit dem Tequila stimmt bestimmt...

Lange haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie es derzeit zu diesen ohne Pause kolportierten angeblich repräsentativen Umfrageergebnissen für Union und SPD kommen konnte, denen zufolge täglich wechselnd das eine oder andere Lager die Nase vorn hat. Jetzt wollen wir das gerne aufklären: Fakt ist, dass die Kontrolle öffentlicher Meinungsforschung hierzulande in der letzten Legislaturperiode beim bis dato eher unbekannten Ministerium für Gleichstellungsfragen angesiedelt wurde. Nunmehr muss nach Kriterien empirischer Fairness und soziokulturellgesellschaftlicher Gerechtigkeitserwägungen verfahren werden beim Umgang mit der allgemeinen Meinung. So einfach ist das. Als kleinen Trost versprechen wir zu Beginn der Fastenzeit, bis Ostern auf die Wiederholung dieser Nonsensbehauptung zu verzichten.

Zum Schluss noch ein Geständnis: Völlig an den Haaren herbeigezogen war in den letzten Wochen natürlich die wiederholte Meldung, Opel werde nach Frankreich verkauft. Echt wahr, das ist völliger Blödsinn: In Frankreich fahren doch alle Peugot, Citroën oder Renault. Das weiß schließlich jeder.

Aber nicht politwochs.

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