18. August 2017, 17:40 Uhr

Meister der Experimente

18. August 2017, 17:40 Uhr
Fürchtest du dich manchmal vor Blitzen? In einem sogenannten Faradayschen Käfig kann einem nichts passieren, denn die Blitze werden von dem Metall abgeleitet. (Foto: dpa)

Hast du schon mal versucht, dir selbst was beizubringen? Einer, der das super konnte, war Michael Faraday. Er lebte vor langer Zeit in Großbritannien und fand viele wichtige Dinge heraus. Zum Beispiel gehen heutige Elektromotoren auf seine Experimente zurück. Seine Entdeckungen stecken auch in manchen Herdplatten und Ampeln.

»Dass aus ihm einmal ein berühmter Wissenschaftler werden würde, hat niemand erwartet«, erklärt der Geschichts-Fachmann Friedrich Steinle. Michael Faraday stammte aus einer armen Familie. Schon als Kind arbeitete er als Laufbursche bei einem Buchbinder. Das war gut für ihn, denn er durfte später dort eine Ausbildung als Buchbinder machen.

»Nach der Arbeit las Faraday viele der Bücher, die in der Werkstatt gebunden wurden«, erzählt Friedrich Steinle. »Außerdem ging er zu speziellen Vorträgen für Jugendliche.« Von dem, was er lernte, machte sich Faraday Notizen. Er schrieb sie in Schönschrift ab und fertigte daraus ein Buch. Eines Tages bekam er Eintrittskarten geschenkt für Vorträge des berühmtesten Chemikers dieser Zeit. Michael Faraday hörte sich die Vorträge gespannt an und machte aus seinen Notizen wieder ein Buch. Das schickte er dem Chemiker. Er fragte, ob der nicht Arbeit für ihn habe? Denn Faraday wollte unbedingt Forscher werden. »Das war sehr mutig und auch ein bisschen frech«, sagt Friedrich Steinle. Michael Faraday hatte aber Glück: Er wurde Laborgehilfe. »Er war der Gläschen-Putzer«, erklärt der Experte. Das war in Ordnung, denn nach Feierabend konnte Faraday experimentieren.

Experimente waren sein Ding! Zuerst machte Faraday chemische Versuche. Er untersuchte also, wie bestimmte Stoffe miteinander reagieren. Doch dann bat ihn ein Freund, einen Aufsatz zu schreiben – zum Thema Elektromagnetismus. Dabei geht es um Strom und die Frage, welche Wirkung dieser auf Magnete hat. Michael Faraday hatte davon keine Ahnung. Aber er machte einfach, was er immer tat: Er fuchste sich in das Thema hinein und experimentierte! Fachleute vermuten, dass er im Laufe seines Lebens mehr als 20 000 Experimente machte. Alle Versuche notierte er in seinen Forschungs-Tagebüchern. Die Bücher hat Michael Faraday natürlich selbst gebunden. Gelernt ist gelernt!

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