17. März 2020, 18:30 Uhr

Eine Garteninsel mitten im Ozean

Grüne Küsten, riesige Palmen und rauschende Wasserfälle: Was aussieht, wie ein großer Garten, ist eine Insel mitten im Pazifik. Doch nicht nur ihre Landschaft macht sie so besonders, sondern auch spannende Sagen.
17. März 2020, 18:30 Uhr
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Von DPA
Der Waimea-Canyon zieht viele Touristen an. Auf der Garteninsel Kauai können Urlauber verschiedene Landschaften erkunden. Neben Bergen sind das auch Wasserfälle, Wüsten- und Sumpfgebiete. FOTO: DPA

Über diese grüne Insel gibt es viele Geschichten. Sie liegt mitten im Pazifischen Ozean, westlich von Nordamerika. Ihr Name: Kauai. Viele nennen sie aber auch die Garteninsel, weil sie aussieht wie ein riesiger Garten.

Kauai gehört zu der berühmten Inselgruppe Hawaii. »Ein Märchen besagt, dass die jungen Regenbögen in Kauai auf die Welt kommen und von dort die Reise um die Welt antreten«, erzählt Michael Kiehn. Der Forscher beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Insel.

Gefärbte Kleidung als Andenken

Regenbogen entstehen vereinfacht gesagt, wenn Regen und Sonne aufeinandertreffen. Dabei muss man die Sonne im Rücken und den Regen vor sich haben. Auf Kauai regnet es sehr oft. Die Insel gehört sogar zu den regenreichsten Orten der Welt, erklärt der Experte. Am höchsten Berg der Insel, dem Waialeale, regnet es besonders viel.

Der Regen macht die Insel auch so grün. Es gibt tropische Regenwälder, spektakuläre Wasserfälle und Pflanzen, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt, erzählt Michael Kiehn.

Auf Kauai kann man aber noch mehr sehen: »Wir haben hier steile Kliffs, aber auch Wüstengebiete, Sumpfgebiete und Gipfelbereiche«, zählt der Forscher auf. Besonders einzigartig ist die Na-Pali-Küste im Norden der Insel. Sie besteht aus bewachsenen Klippen, die aussehen wie große Fächer. Der Fachmann berichtet, dass Wind und Wasser über Hunderttausende von Jahren hinweg die Küste geformt haben.

Mit dem Auto kann man die Na-Pali-Küste nicht erreichen, sondern nur zu Fuß, mit dem Helikopter oder per Boot. Ein richtiges Abenteuer! Aber Wanderer müssen aufpassen: Da die Küste durch Vulkanausbrüche entstanden ist, hat der Boden eine ganz besondere Eigenschaft.

Wenn es regnet, wird es sehr rutschig. Fällt man dabei hin, färbt sich die Kleidung orangebraun. Das Fiese daran ist: Diese Farbe bekommt man auch durch Waschen kaum noch aus den Klamotten raus. Immerhin hat man dann ein besonderes Andenken.

Es gibt noch eine Besonderheit auf der Insel: die wilden Hühner von Kauai. Sie lassen sich von den Menschen um sich herum nicht stören und gackern den ganzen Tag vor sich hin. Doch woher kommen sie eigentlich?

Das hat wohl zu tun mit den ersten Menschen, die Hawaii besiedelten. Der Experte Michael Kiehn erklärt: Die Menschen orientierten sich an den Sternen am Himmel, um mit Schiffen auf die Insel zu kommen.

»Bei ihren Fahrten übers Meer haben sie immer ein ›Starterset‹ mitgebracht: Hühner, Schweine, Hunde und 20 bis 30 verschiedene Pflanzenarten«, erzählt der Forscher Michael Kiehn. Heute stehen die wilden Hühner unter Naturschutz.



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