04. Oktober 2017, 18:45 Uhr

Zum Heulen

04. Oktober 2017, 18:45 Uhr
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Aus der Redaktion

Berlin, Hotel de Rome. Wehe, du fragst was Privates! Ich flipp aus, ich flipp aus, ich flipp aus! Harrison Ford – Han Solo, Indiana Jones, Blade Runner – und immer wieder Han Solo, Han Solo, Han Solo, Han Solo – mein Idol! Wir hatten ja nichts in den 80er Jahren – aber »Star Wars« hatten wir. Die schönste Liebeserklärung der Filmgeschichte: »Ich liebe dich« – »Ich weiß« – dann wird er in Karbonit gegossen und wieder gerettet. Harrison Ford – der Rebell, der immer junge Held – ich flipp aus! Nach gefühlt 100 Sichtungen der »Star Wars«-Trilogie darf ich ihn endlich aus der Nähe sehen. Ich frage ihn: Mit welchen Gefühlen schaut er auf seine Erfolge? Ich bin wirklich zurückhaltend und sage nicht: Du Held, du wirst für mich immer Han Solo sein, egal, was du drehst! Und was grummelt Ford? »Ich lebe nicht in der Vergangenheit.« Punkt. Das war’s. Harrison Ford hat Schluss mit mir gemacht. Einfach so. Han Solo ist im Leben ein grauhaariger, schlecht gelaunter Typ. Ich bin zum ersten Mal den Tränen nahe. So schlimm war’s noch nie. Aber meine privaten Gefühle sind ja hier nicht wichtig. Heul.

Harrison Ford übernimmt in der Fortsetzung von »Blade Runner« wieder die Rolle als Replikantenjäger Deckard. Zusammen mit Ryan Gosling rettet er die Gesellschaft vor dem Ende.

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Shadia Omar arbeitet als Redakteurin für HR3 und trifft seit mehr als zehn Jahren Hollywood-Größen. In ihrer Kolumne in dieser Zeitung berichtet sie in loser Folge donnerstags von ihren Begegnungen off the record und öffnet den Vorhang für einen Blick hinter die Kulissen des Filmzirkus.



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