08. September 2017, 19:17 Uhr

Süße Träume

08. September 2017, 19:17 Uhr
War schon früh den Drogen verfallen: Pop-Musiker Dave Stewart. (Foto: dpa)

»Sweet Dreams (are made of this)« eroberte weltweit die Hitparaden und ist bis heute ihre Erkennungsmelodie: »Ich kann praktisch überall hin in der Welt reisen«, sagte Dave Stewart vom Synthiepop-Duo Eurythmics der »Daily Mail«, »und singen: »Sweet Dreams are made of this«.«

Heute wird der Brite 65 – ein Geburtstagswochenende mit gleich zwei Konzerten: Gestern stand er in London auf der Bühne, am Sonntag feiert er in seinem Geburtsort Sunderland. Dort schließt er sich als Teenager einer Band an und läuft weg, nach London. Zwei Jahre später nimmt Elton Johns Label Rocket Records den 18-Jährigen unter Vertrag. In einem Restaurant trifft er Annie Lennox – er exzentrisch im Pelzmantel, sie im blumigen Laura-Ashley-Kleid und mit braunen langen Haaren – und macht ihr einen Heiratsantrag.

Stewart erzählte dem »Guardian«: »Als ich sie zum ersten Mal in ihrem winzigen möblierte Zimmer besuchte, sang sie ein Lied, das sie auf einem Harmonium geschrieben hatte. Ich sagte: ›Verdammt. Was machst du als Kellnerin? Du bist Künstlerin.‹« Sie spielen zusammen in der Popgruppe The Tourists und haben mehrere Hits. Im amerikanischen »National Public Radio« erinnerte sich Stewart: »Wir lebten in einem besetzten Haus und gingen zu Flohmärkten, um ein Schlafsofa für ein Pfund zu bekommen. Wir haben wirklich bei null angefangen.«

Schon mit 15 nimmt er Drogen, vor allem Kokain und Amphetamine. Seine Lebensgefährtin Lennox hilft ihm, seinen Drogenkonsum langsam einzuschränken.

Doch 1980 brechen nicht nur The Tourists auseinander, sondern auch ihre Beziehung. Dennoch gründen sie eine neue Band, das Synthiepop-Duo Eurythmics. Lennox wird mit ihrem androgynen Kurzhaarschnitt zum Sex-Symbol der 80er. Sie verkaufen 75 Millionen Platten weltweit; das Duo verdient je 30 Millionen Pfund mit Hits wie »Who’s that Girl?«, »Here comes the Rain again« und »There must be an Angel (playing with my Heart)«.

Die beiden verarbeiten ihre Beziehung in ihrer Musik. Die Spannung auf der Bühne ist greifbar: »Wir schauen uns an und wissen, was wir durchgemacht haben. Und ich denke, das Publikum fühlte diese Emotionen, die sich durch ein Lied oder die Konzerthalle ziehen.«

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