12. Oktober 2017, 18:32 Uhr

Rotstift

12. Oktober 2017, 18:32 Uhr

In der Kunst werden viele Fehler gemacht, auch Kunstfehler genannt. Auf alten Gemälden ist das gut zu erkennen, wenn bei einem Tizian der mächtige Apoll, von Beruf Gott der Künste, ohne Approbation mal eben einem Delinquenten mit dem Messer Stück für Stück die Haut vom Leibe zieht. Auch in den Theatern herrschten über die Jahr-hunderte hinweg desaströse Zustände. Weiße Musiker mussten schwarze Noten spielen. Geiger wurden in schlecht beleuchteten Gräben zusammengepfercht und auf karg bestuhlten Bretterböden gehalten, ohne Auslauf und die Möglichkeit zur Nahrungsaufnahme. Bis heute hat sich daran wenig geändert. In der digitalen Welt erfährt die Kunst nun eine noch befremdlichere Deutung als in der analogen. Nehmen wir die Muse, die den Künstler küsst, falls sie gerade in der Nähe ist. Frankophile Internetnutzer tippen bei der Muse spontan auf ihre Lieblingsspeise, auf Muse au Chocolat. Ältere User sind sich auf die Frage nach der Muse hingegen sicher, dass sie mit Vornamen Beate heißt. Beate Muse machte mit Sexartikeln Millionen. Auch das ist eine Kunst. Manfred Merz

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