20. März 2017, 21:10 Uhr

Dresden steuert gegen

20. März 2017, 21:10 Uhr

Der anhaltende Besucherrückgang trübt auch 2016 die Erfolgsbilanz der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Laut der gestern vorgestellten Statistik kamen knapp 2,1 Millionen Gäste aus dem In- und Ausland, das sind zehn Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Rückgang bei russischsprachigen Touristen hielt an, der Zustrom aus dem Westen, vor allem aus Bayern und Nordrhein-Westfalen, war verhaltener, sagte Verwaltungschef Dirk Burghardt.

Generaldirektorin Marion Ackermann nannte Eckpunkte für die Neuausrichtung der SKD: Ausbau von Forschung und Kooperationen, Reformierung der Vermittlungsarbeit und der Zusammenarbeit mit den Regionen. Zu den Ausstellungshöhepunkten 2017 gehören die Vollendung des Renaissanceflügels im Residenzschloss mit neuen Inszenierungen der Rüstkammer, Präsentationen der neuesten Werke von Gerhard Richter sowie aktuelle Arbeiten von Marlene Dumas, die Schau »Geniale Dilettanten« zur Sub-Kultur der 1980er Jahre in Ost und West sowie »Käthe Kollwitz in Dresden« zum 150. Geburtstag der Künstlerin. Für 2019 kündigte Ackermann die Neueröffnung der derzeit in Sanierung befindlichen Sempergalerie mit Gemälden und Skulpturen an.

Die SKD wollen die internationale Zusammenarbeit ausbauen und haben dabei zunächst Prag im Blick. Mit den Tschechen werde ein Netzwerk aufgebaut, um Kollegen in von Zensur betroffenen Ländern wie Polen oder Ungarn zu helfen, sagte Ackermann. Die Direktoren der SKD-Museen werden gemeinsame Programme mit Einrichtungen in den Regionen Sachsens realisieren.

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