05. Juli 2017, 18:34 Uhr

Quietschgelbe Anarchie

05. Juli 2017, 18:34 Uhr
Frech und gelb: Die Minions sind auf der Leinwand zurück. (Foto: dpa)

Endlich wieder Minions: Vor zwei Jahren hatten die gelben frechen Wesen ihren eigenen Kinofilm. Nun kehren sie zurück mit »Ich – Einfach Unverbesserlich 3«, auch in 3-D. Allerdings ist für sie jetzt ärgerlich, dass ihr Boss Gru nicht mehr der Verbrecher ist, der er einst war, sondern ein braver Familienvater. Die Minions haben die Nase voll von Rasenmähen und Gute-Nacht-Geschichten. Sie kündigen, »Ciao bello«. Nur zwei Mini-Wesen halten ihm die Treue. Vorbei die Schurkenzeiten? Nicht ganz, denn Gru entdeckt, dass er einen Zwillingsbruder hat, Dru. Der will mit Grus Hilfe etwas richtig Böses anstellen. Dann taucht auch noch der Bösewicht Bratt auf, ein längst vergessener TV-Star, der die Filmfabrik Hollywood mit riesigen Kaugummi-Blasen vernichten will.

Das neueste Kinoabenteuer mit zahlreichen Gags macht Spaß, auch wenn im nunmehr vierten Film aus dem Minion-Universum vieles bekannt und erwartbar ist. Es ist ein bisschen so, wie gut eingetragene Schuhe: nicht wahnsinnig aufregend, aber bequem. Etwas mehr quietschgelbe Anarchie und Unverschämtheit hätte dem Werk gut getan. An die Vorgängerfilme reicht »Ich – einfach unverbesserlich 3« nicht heran.

Trotzdem wird der Film an den Kinokassen klingeln. Dafür sorgt allein die Marketingstrategie, die bei Kindern schon seit Wochen mit Stickern und Sammelfiguren große Erwartungen weckt. Außerdem ist das Abenteuer durchaus amüsant. Dafür sorgen viele vergnügliche Einfälle und nette Details, etwa die Sixtinische Kapelle im Palast von Grus reichem Bruder Dru, ausgemalt nicht mit Engeln, sondern Schweinchen. Denn Dru ist erfolgreicher Schweinezüchter und umwerfend selbstbewusst.

Gru dagegen ist weniger glücklich. Er und seine Frau Lucy haben ihre Jobs bei der Agentenagentur verloren. Er ist eifersüchtig auf seinen erfolgreichen Bruder, auch weil der eine blonde Haarpracht hat, während Gru schon lange eine Glatze trägt. Außerdem zickt die älteste Adoptivtochter Margo seit einiger Zeit rum und Gru denkt sehnsüchtig an das süße, kleine Mädchen, das sie mal war, während Lucy als Stiefmutter um Anerkennung ringt.

Für die Synchronisation der Figuren sind wieder prominente Sprecher dabei. Neben Oliver Rohrbeck in der Doppelrolle als Gru und Dru ist die Komikerin Martina Hill als Lucy zu hören. Joko Winterscheidt leiht seine Stimme dem neuen Bösewicht Bratt, der in den 1980er Jahren stehen geblieben ist mit Schulterpolstern, riesigen, rosa Kaugummi-Blasen und explodierenden Zauberwürfeln. Ihm zur Seite steht ein Roboter, gesprochen von dem YouTuber Julien Bam.

Spaß für die ganze Familie gibt’s in Gießen (Kinopolis), Alsfeld (Kinocenter), Butzbach (Capitol), Grünberg (Apollo), Karben (Cinepark), Marburg (Cineplex), Nidda (Lumos), Nidderau (Luxor) und Wetzlar (Rex).

Schlagworte in diesem Artikel

  • Familienväter
  • Hollywood
  • Kinofilme
  • Oliver Rohrbeck
  • Rasenmähen
  • Sixtinische Kapelle
  • Wesen
  • DPA
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos