16. August 2017, 19:20 Uhr

»Bigfoot Junior«:

Haariges Abenteuer für ganze Familie

16. August 2017, 19:20 Uhr
Nach langer Suche trifft Adam im Wald endlich auf Bigfoot. (Foto: dpa)

Was wäre, wenn es Bigfoot wirklich gäbe? Und wenn er nicht irgendein böses Monster wäre, sondern ein liebevoller Familienvater, der sich vor einem skrupellosen Geschäftemacher verstecken muss? Genau diese Geschichte um die mythische Riesengestalt aus den Wäldern Nordamerikas erzählt nun der Film »Bigfoot Junior«. Großartige Bilder, jede Menge Action und der eine oder andere Lacher machen das Werk für Kinder und Familien sehenswert. Liebhaber anspruchsvoller Animationsfilme dürften dagegen enttäuscht sein.

Dabei bietet »Bigfoot Junior« vieles, was eine Geschichte zu einem guten Film machen kann. Der junge Adam (in der deutschen Version gesprochen von Lukas Rieger) vereint in sich all das, was viele Zuschauer an jugendlichen Protagonisten mögen: Als Außenseiter hat er bei den Schlägern der Schule einen schweren Stand, aber sein tollpatschiges Auftreten lässt ihm trotzdem die Sympathien zufliegen. Als er sich dann auf die Suche nach seinem längst verschollen geglaubten Vater, nämlich Bigfoot (synchronisiert von Tom Beck), macht, wünscht man ihm alles Glück der Welt.

Im Kampf gegen ein skrupelloses Pharmaunternehmen, das auf der Jagd nach der DNA von Bigfoot ist, um sie für Haarwuchsexperimente zu verwenden, stehen dem jungen Helden natürlich jede Menge Nebenfiguren zur Seite: Eine bunte Schar von Waldbewohnern, bestehend aus einem Specht, einem Eichhörnchen, einem Waschbärpärchen und einem Bären, hilft Adam dabei, seinen Vater Bigfoot aus der Gewalt von »HairCo.« zu befreien.

Mit spritzigen, rasanten Dialogen und viel Komik versucht der Film, bei den Zuschauern gut anzukommen. Nur geraten gerade diese Versuche mitunter etwas platt und uninspiriert. Hinzu kommt, dass gegen die überwältigenden Bilder des amerikanischen Waldes die Handlung an Präsenz verliert. Und die vielen Details aus Biologie und Technik machen die Story gerade für jüngere Zuschauer schwer verständlich.

Dennoch punktet der Film des Belgiers Ben Stassen mit seiner grandiosen Optik und seinen drolligen, liebenswerten Figuren. Allerdings sollte man die Altersfreigabe (ab 0 Jahren) noch einmal überdenken.

Familienunterhaltung gibt’s in Gießen (Kinopolis), Alsfeld (Kinocenter), Friedberg (Kinocenter), Marburg (Cineplex), Nidda (Lumos), Nidderau (Luxor) und Wetzlar (Rex).

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