13. September 2017, 21:07 Uhr

Promis und die Wahl

13. September 2017, 21:07 Uhr

Neuer Bekenntnismut im Bundestagswahlkampf? Der Sänger Heino, das Model Sophia Thomalla, Schauspieler wie Uschi Glas und Heiner Lauterbach, Sportler wie Arne Friedrich und Hans Sarpei sowie die Magier Siegfried und Roy unterstützen zum Beispiel offen Angela Merkel und die CDU. Martin Schulz von der SPD hat dagegen etwa Unterstützung von Schauspielern wie Iris Berben, Hannelore Hoger, Armin Mueller-Stahl, Hans-Werner Meyer, Leonard Lansink und Clemens Schick, Sänger Roland Kaiser und Moderator Klaas Heufer-Umlauf.

Filmstar Til Schweiger sagte kürzlich der »Rheinischen Post«: »Ich habe mal CDU, mal SPD und einmal die Grünen gewählt. Die Partei, in der ich mich total wiederfinde, gibt es nicht.« Vielleicht wähle er diesmal FDP, sagte der Schauspieler mit Gießener Wurzeln. Ihm gefalle unter anderem die Haltung des Parteichefs Christian Lindner zu den deutsch-russischen Beziehungen und der sogenannten Krim-Frage. Lindner war eigentlich von vielen kritisiert worden, weil er gefordert hatte, die russische Annexion der ukrainischen Krim als »dauerhaftes Provisorium« zu akzeptieren.

Der TV-Produzent Nico Hofmann sieht eine »Schicksalswahl«: »Die weltpolitische Situation ist derzeit äußerst angespannt, und Deutschland spielt in Europa zusammen mit Frankreich eine führende Rolle. Deshalb denke ich, dass die Wahl wirklich entscheidend ist.«

Der Schauspieler Martin Brambach (Dresden-«Tatort«) will auf jeden Fall seine Stimme abgeben – »weil ich nicht will, dass die Populisten unsere Demokratie und unser Land kaputtmachen«. An Merkel imponiert ihm ihre Haltung in der Flüchtlingskrise, zudem wirkt sie auf ihn unbestechlich. In Schulz sieht er einen Politiker, dem man glaube, dass er sich für die Belange der sozial Schwachen einsetze.

Der Liedermacher und frühere DDR-Dissident Wolf Biermann sagt: »Aus sentimentaler Tradition stehe ich den Sozialdemokraten nahe, aber aus praktischer Vernunft der Kanzlerin. Die Merkel macht mit evangelischem Mut eine pragmatische Politik. Mir gefällt, dass sie die Welt nicht erlösen will, sondern verbessern.«

Der Schauspieler, Kabarettist und Theaterleiter Dieter Hallervorden sagt: »Ich gehe zur Wahl, weil ich möchte, dass die FDP wieder in den Bundestag einzieht.«

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