19. September 2017, 18:09 Uhr

Merkel auf dem Zenit

19. September 2017, 18:09 Uhr
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Aus der Redaktion

2009 geht der Plan von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf: Sie kann mit ihrem Wunschpartner FDP eine schwarz-gelbe Regierung bilden. Die SPD erleidet eine historische Niederlage. 2013 ist dann allerdings Schluss mit Schwarz-Gelb: Die FDP fliegt aus dem Bundestag.

2009

Ergebnisse: CDU/CSU 33,8 Prozent, SPD 23,0 Prozent, FDP 14,6 Prozent, Die Linke 11,9 Prozent, B90/Grüne 10,7 Prozent, Sonstige 6,0 Prozent.

Regierungskoalition: CDU/CSU und FDP.

Bundeskanzlerin: Angela Merkel (CDU).

Themen: Die internationale Wirtschafts- und Finanzkrise prägt auch den Wahlkampf 2009. Zwar bringt die große Koalition aus CDU/CSU und SPD gemeinsam Maßnahmen zur Krisenbewältigung auf den Weg. Jedoch versuchen alle Parteien vor der Wahl, vor allem in der Steuer-, Wirtschafts- und Sozialpolitik eigene Akzente zu setzen. Die Nochkoalitionspartner und Hauptkonkurrenten, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), führen einen zurückhaltenden Wahlkampf. Bei der Wahl verlieren die Koalitionsparteien Stimmen: CDU/CSU erreichen das zweitschlechteste, die SPD das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte. FDP, Grüne und Linke erzielen Rekordergebnisse. CDU/CSU und FDP können die angestrebte Regierung bilden.

2013

Ergebnisse: CDU/CSU 41,5 Prozent, SPD 25,7 Prozent, Linke 8,6 Prozent; Grüne 8,4 Prozent, FDP 4,8 Prozent (ausgeschieden); Sonstige 10,9(darunter AfD 4,7).

Regierungskoalition : CDU/CSU und SPD.

Bundeskanzlerin: Angela Merkel (CDU).

Themen: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will es bei der Bundestagswahl 2013 ein drittes Mal wissen. Die SPD schickt als Rivalen den einstigen Finanzminister Peer Steinbrück ins Rennen. Die Sozialdemokraten erholen sich allerdings nur leicht von ihrem Allzeittief aus dem Jahr 2009. Weil Merkels bisheriger Partner FDP aus dem Bundestag ausscheidet, kommt es wie 2005 zu einer großen Koalition unter Merkel. Der Erfolg der CDU/CSU hat vor allem einen Namen: Angela Merkel. Steinbrück kontert mit der Parole: »Mehr Wir, weniger Ich«. Dabei muss er ein linkes SPD-Programm vertreten, das nicht zu seinen früheren Positionen passt. Die FDP hatte 2009 viel versprochen, was sie dann in der Koalition mit der Union nicht halten konnte, und verabschiedet sich ganz aus dem Parlament. Auch Grüne und Linke gehören zu den Verlierern. (bpb/dpa/pi)



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