21. September 2017, 22:15 Uhr

Der Wahlabend im Fernsehen

21. September 2017, 22:15 Uhr
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Von DPA

Wer am Wahlabend keine Lust hat, zu erfahren, wie es ausgegangen ist, hat im Fernsehen genügend andere Optionen. Insbesondere die Nachrichtensender, ARD und ZDF haben aber bei der Wahlberichterstattung eine Langstrecke vor sich. Und in den Nachrichten dominieren die Wahlen überall.

Im Ersten startet die Berichterstattung um 17.15 Uhr. »Wir senden aus dem ARD-Hauptstadtstudio und sind auch in allen Parteizentralen vertreten«, sagt ARD-Chefredakteur Rainald Becker. Bei Bedarf gebe es am Abend auch die Möglichkeit, für Reaktionen auf das Wahlergebnis ins Ausland zu schalten. Zunächst aber liefern Hauptstadtstudio-Leiterin Tina Hassel und »Tagesthemen«-Moderatorin Caren Miosga Hintergründe und erste Analysen. WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn stellt um kurz nach 18 Uhr die erste Prognose vor und später dann die aktuellen Hochrechnungen der Stimmergebnisse.

Im ZDF geht es um 17.10 Uhr los. »Wir glauben, dass das eine spannende Wahl ist, unter verschiedenen Aspekten«, sagt ZDF-Politikchef Matthias Fornoff. Im günstigsten Fall sei die Prognose um 18 Uhr schon nah am Endergebnis. Aber es gebe auch Ausreißer, sagt Fornoff. Ab 20.15 Uhr startet im Ersten und im ZDF die »Berliner Runde«, moderiert von den beiden Chefredakteuren Rainald Becker und Peter Frey. »Eingeladen sind die Parteivorsitzenden oder Spitzenkandidaten«, sagt Becker. »Was wir wollen, ist kein simples Frage-Antwort-Spiel«, betont Becker. »Wir setzen darauf, dass die Teilnehmer aufeinander reagieren. Denn ab diesem Zeitpunkt geht es um die Frage ›Wer mit wem?‹. Und die wird natürlich spannend sein.« Zugesagt haben folgende Gäste: Angela Merkel (CDU), Joachim Herrmann (CSU), Martin Schulz (SPD), Katja Kipping (Die Linke), Katrin Göring-Eckardt (Grüne), Christian Lindner (FDP) und Jörg Meuthen (AfD).

Ab 21.15 Uhr schließt sich ein »Tagesthemen extra« zur Wahl an, zehn Minuten später die Talksendung »Anne Will« und danach noch einmal ein Wahl-Update in den »Tagesthemen«.

Im ZDF präsentieren Fornoff und seine Kollegin Bettina Schausten ab 21.15 Uhr noch einmal live neue Daten und Einschätzungen von Politikern. Anschließend folgt das »heute-journal« mit Marietta Slomka, bevor Maybrit Illner in einer »Spezial«-Ausgabe ihrer Talksendung Koalitionsmöglichkeiten diskutiert – insgesamt Berichterstattung auf der Langstrecke.

RTL und n-tv planen für den Wahlabend von 17.45 bis 18.45 Uhr eine gemeinsame Sendung mit dem Titel »Meine Wahl – Die Entscheidung«. Im Wahlstudio des Sendezentrums der Mediengruppe in Köln moderieren Peter Kloe-ppel (RTL) und Isabelle Körner (n-tv). Direkt im Anschluss daran folgt eine Ausgabe der Hauptnachrichten »RTL Aktuell«, die sich nur mit der Wahl beschäftigt. Je nach aktueller Entwicklung kann sie nach Angaben des Senders bei Bedarf verlängert werden. Im weiteren Verlauf des Abends will RTL die Zuschauer per »News-Flash« über die weiteren Entwicklungen beim Wahlausgang informieren. Wahlsendungen darüber hinaus sind nicht geplant: Ab 20.15 Uhr zeigt RTL seine Sportshow »Ninja Warrior Germany«.

Bei Sat.1 ist eine Live-Sondersendung zur Wahl von 17.55 bis 18.20 Uhr geplant. Außerdem haben die Nachrichten die doppelte Sendelänge von 19.45 bis 20.15 Uhr. Anschließend läuft der Verschwörungsthriller »Illluminati«. Bei ProSieben gibt es in der Nachrichtensendung »Newstime« Informationen zur Wahl, zur gewohnten Zeit von 18 bis 18.10 Uhr. Ab 20.15 Uhr zeigt der Sender den Science-Fiction-Streifen »Jupiter Ascending«.

N24 berichtet ab 15 Uhr live über die Wahl. Dabei analysiert Chefmoderatorin Tajana Ohm im Studio am Potsdamer Platz zusammen mit Michel Friedman Prognosen, Hochrechnungen und später die Ergebnisse.

Phoenix beginnt seine mehrstündige Sondersendung zur Wahlum 16 Uhr. Sie soll voraussichtlich bis Mitternacht dauern.



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