24. März 2017, 13:41 Uhr

Leichter, kleiner und feiner Kraftkur für den Smart Verpflichtung zum Fahrtenbuch Langer Radstand bietet viel Platz Bei Unsicherheit Hausarzt konsultieren Fitnessprogramm für Bike und Biker

24. März 2017, 13:41 Uhr
Schnittiger und sportlicher: die neue Version des Suzuki Swift. (Foto: dpa)

Die bekannteste Pkw-Baureihe von Suzuki geht in die nächste Runde: Im Mai kommt der neue Swift in den Handel. Der Kleinwagen wird noch etwas kleiner und sieht deshalb äußerlich sportlicher und schnittiger aus, bietet innen aber dank eines größeren Radstands mehr Platz und wartet obendrein mit 54 Litern mehr Kofferraum auf, meldete der Hersteller kürzlich zur Premiere auf dem Genfer Salon.

Zu den technischen Highlights zählen die Japaner LED-Scheinwerfer und ein für sie neues Sicherheitssystem mit Laser- und Kamerasensor, das den Abstand regelt, bei der Spurführung hilft und den Notbremsassistenten steuert.

Angetrieben wird der Swift von zwei Benzinern mit 1,2 Litern Hubraum und 66 kW/90 PS oder 1,0 Litern und 82 kW/112 PS. Der schwächere Motor kann alternativ zum Frontantrieb mit Allrad sowie als Mild-Hybrid mit verbesserter Start-Stopp-Automatik bestellt werden.

Weil das Auto bis zu 120 Kilo leichter geworden ist und im besten Fall nur noch 840 Kilo wiegt, geht der Verbrauch gegenüber dem Vorgänger laut Suzuki deutlich zurück. Die sparsamste Variante steht mit 4,0 Litern und einem CO2-Ausstoß von 90 g/km in der Liste. dpa

Auch die kleinsten Autos aus dem Daimler-Konzern können eine Kraftkur vertragen – mit oder ohne Stern auf der Haube. Das zumindest scheint das Motto des Mercedes-Tuners Brabus zu sein. Der hat unter anderem einen Smart auf seinen Stand des Genfer Autosalons.

In freier Wildbahn soll er bis zu 175 km/h schnell werden. Für den Sprint von null auf 100 sind 9,2 Sekunden angegeben. Als Basis für den auf 125 Stück limitierten Brabus Ultimate 125 dient der neue Smart Fortwo. Den macht Brabus breiter, verpasst ihm einen Sportauspuff und einen Heckdiffusor sowie 18-Zoll-Schmiederäder.

Die Leistung steigt auf 92 kW/125 PS. Ab 2000 Touren steht bereits ein Drehmoment von 200 Nm parat. Ein Sportfahrwerk in Kombination mit flachen 205er/35er Reifen vorn und 235/30er Reifen hinten soll für ein sportives Handling sorgen.

Die geschlossene Version kostet ab 49 980 Euro, das Cabrio ab 52 800 Euro. dpa

Schon nach dem ersten Verstoß kann ein Autohalter ein Fahrtenbuch führen müssen. Und zwar dann, wenn das Vergehen mit einem Punkt in Flensburg bestraft wird. Das geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Augsburg hervor, auf das der ADAC hinweist (Az.: Au 3 K 15 1218).

In dem verhandelten Fall sollte der Halter eines Autos erklären, wer an einem bestimmten Datum sein Auto fuhr. Dieser Fahrer hatte außerorts rechts überholt. Der Halter nannte zehn Personen, die infrage kämen. Die Behörden konnten den Fahrer nicht ermitteln, das Verfahren wurde eingestellt. Die Behörde verlangte vom Halter das Führen eines Fahrtenbuchs für die kommenden zwölf Monate. Dagegen legte er Einspruch ein. Zum einen sei die Anhörung erst 18 und nicht wie vorgeschrieben 14 Tage nach dem Vorfall erfolgt. Zum anderen sei die Auflage unverhältnismäßig – es sei sein erster Verstoß gewesen.

Das Gericht sah das anders und bestätigte, dass der Mann ein Fahrtenbuch führen muss. Dafür genüge bereits ein erster Verstoß, wenn dieser mit mit einem Punkt geahndet werde. dpa

Der Radstand gibt den Abstand zwischen den Achsen eines Fahrzeuges an und wirkt sich sowohl auf das Fahrverhalten als auch auf den Komfort aus. Mittelklasse-Limousinen verfügen in der Regel über einen vergleichsweise langen Radstand von etwa drei Metern zwischen der Vorder- und Hinterachse, erklärt der TÜV Nord. Beim kompakten Golf liegen die Achsen etwa 2,60 Meter auseinander. Lange Abstände zwischen den beiden Achsen ermöglichen großzügige Platzverhältnisse im Innenraum, etwa eine größere Beinfreiheit für die Passagiere im Fond.

Außerdem laufen Fahrzeuge mit langem Radstand ruhiger geradeaus als Kleinwagen, die typischerweise über einen kürzeren Radstand verfügen. Beim Smart sind es etwa 1,90 Meter.

Dafür lassen sich Autos mit kürzerem Radstand dank des kleineren Wendekreises leichter rangieren und eignen sich damit besser für sportliche Fahrer. Fahrzeuge mit kürzerem Radstand liegen unruhiger auf der Straße. Das Fahrwerk kann Bodenunebenheiten nicht so gut auffangen. dpa

Autofahren ist im Alter oft mit Unsicherheit verbunden. Das bemerkt nicht unbedingt der Fahrer selbst, sondern diejenigen, die regelmäßig mitfahren. Wer sich etwa bei seinem Partner auf dem Beifahrersitz unsicher fühlt und Angst hat, sollte es möglichst meiden dort mitzufahren, rät Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe.

Nur: Dem anderen deutlich sagen, dass man mit dessen Fahrstil nicht mehr zurechtkommt? »Das kann sehr kränkend sein.« Sowinski schlägt – allerdings nur bei Familienmitgliedern – vor, den Hausarzt ins Boot zu holen und ihn zu bitten, das Thema anzusprechen. Der kann dann zum Beispiel empfehlen, den Führerschein krankheitsbedingt abzugeben. »Der Arzt hat eine andere Autorität, und von ihm ist der Rat weniger verletzend.« Kritik, die auf den Moment bezogen ist, hält Sowinski aber für okay. »Fahr langsamer, ich habe Angst« – das geht. Hilft das nicht, kann man sich ein Taxi gönnen oder auf Bus und Bahn umsteigen. dpa

Der letzte Schnee ist geschmolzen, nur noch wenig Salz und Rollsplitt liegen auf dem Asphalt: Bald kommt wieder die Zeit für die gut sechs Millionen Motorradfahrer in Deutschland, sich auf ihre Maschinen zu setzen. Doch bevor sie in die Saison starten, steht bei Maschine und Mensch eine gründliche Kontrolle an. Ist die Maschine fit für den Frühling?

»Ein Sicherheits- und Funktionscheck der Maschine gehört nach der Winterauszeit zum Pflichtprogramm«, sagt Matthias Haasper, Forschungsleiter beim Institut für Zweiradsicherheit (ifz) in Essen. Geprüft werden sollten elektrische Verbraucher wie Blinker und Licht, der korrekte Reifendruck, das Funktionieren der Bremsanlage und die Füllstände von Öl, Kühl- und Bremsflüssigkeit.

Das gilt besonders für Fahrzeuge, die im Freien unter einer Plane überwintert haben: »Eindringende Feuchtigkeit hat im Freien leichteres Spiel, gerade mit Blick auf Elektrik und Lager«, erklärt Haasper. »Einmotten und Ausmotten sind wichtig. Wer sein Motorrad richtig einmottet, hat beim Ausmotten meist weniger Arbeit«, sagt Diana Sprung (ADAC). Allerdings sei das Ausmotten insofern entscheidender, da das Zweirad danach verkehrstüchtig sein muss.

Bremsbeläge, Bremswirkung und Druckpunkt der Bremse lassen sich im Stand kontrollieren. Dabei wird das Motorrad aufgebockt und das zu kontrollierende Rad gedreht. »Die angehobenen Räder müssen frei drehen. Anderenfalls sollte man die Bremse vom Fachmann prüfen lassen«, empfiehlt Sprung. Beim Betätigen der Hebel können Motorradfahrer die Leichtgängigkeit der Züge überprüfen. Klemmt es irgendwo, helfen oftmals ein paar Spritzer Kriechöl.

Langsam angehen lassen

Liegt das Restprofil unter 1,6 Millimeter oder zeigen sich Risse oder Beulen, sind neue Reifen fällig. Bei sehr niedrigem Luftdruck empfiehlt der ADAC, den Reifen auf undichte Stellen zu untersuchen. Bei eingebauter Batterie oder laufendem Motor steht noch die Kontrolle der elektrischen Anlage an. Lassen sich Mängel nicht beheben, sollte die erste Tour verschoben werden.

Fachspezifische Arbeiten an sicherheitsrelevanten Teilen wie Bremsen sollte immer ein Fachmann erledigen. Ist der Mensch fit für die Maschine? »Motorradfahrer sollten es nach der Winterpause erst einmal langsam angehen lassen und sich allmählich wieder an die Gesetzmäßigkeiten auf zwei Rädern gewöhnen«, rät Haasper. Dazu zählen das Fahren in Schräglage und das Bremsen. Der Winter hat außerdem oftmals Spuren auf den Straßen hinterlassen: »Frostbedingte Fahrbahnschäden können für unangenehme Überraschungen vor allem in Kurvenbereichen sorgen.«

Ebenfalls tückisch: eine tiefstehende Sonne, die blendet. Ist das Visier zerkratzt oder verschmutzt, fährt der Motorradfahrer blind. Stark verkratzte Visiere sollten daher getauscht werden.

Wie bekommen Biker wieder ein Gefühl für das Motorrad? Wer noch nicht so fit wie seine Ausrüstung und die Maschine ist, sollte mit einem kleinen Fitnessprogramm nachhelfen, sagt Michael Lenzen vom Bundesverband der Motorradfahrer. »Es trainiert die Muskulatur und die Kondition, und beides wird beim Motorradfahren benötigt.«

Motorradfahren habe viel mit Training zu tun. »Die Routine, die man zum Ende der Saison hatte, ist zum Frühjahr noch nicht wieder vorhanden«, sagt Lenzen und rät zu Grundfahrübungen auf einem Parkplatz oder noch besser zu einem Sicherheitstraining.

Nicht nur Anfängern empfehlen die Experten ein Sicherheits- oder Perfektionstraining auf einer abgesperrten Strecke. Dort bekommen die Fahrer wieder ein Gefühl für ihre Maschine und die richtige Reaktion in Gefahrensituationen. Dann sind die Reflexe trainiert, das Gefühl für das Motorrad da, die richtige Selbsteinschätzung und das Bewusstsein für die Gefahren vorhanden.

Eine Sache können Motorradfahrer zwar nicht trainieren, sollten aber daran denken: Auch Autofahrer haben sich in den vergangenen Monaten von Bikern entwöhnt. Die schmale Silhouette der Zweiradpiloten wird schnell übersehen – also sich lieber einmal mehr bremsbereit halten.

Motorradfahrer sollten nach Empfehlungen des ADAC vor dem Saisonstart unter anderem folgende Dinge an ihrer Maschine überprüfen:

Stand von Motoröl, Bremsflüssigkeit und Kühlmittel

Batterie ausreichend befüllen und notfalls laden

Bremsbeläge, Bremswirkung und Druckpunkt der Bremse kontrollieren

Freilauf der Räder überprüfen

Antriebskette auf Spannung, Verschleiß und Schmierung prüfen

Bowdenzüge auf Leichtgängigkeit kontrollieren

Licht und andere elektrische Anlagen testen

Profil und Luftdruck der Reifen kontrollieren. dpa

“ Die Routine, die man zum Ende der Saison hatte, ist zum Frühjahr noch nicht wieder vorhanden „

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