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Zugunglück fordert ein Opfer

Niklasdorf (dpa). Auf dem Weg von Graz nach Saarbrücken ist gestern in Österreich ein Eurocity mit einem Regionalzug zusammengestoßen. Dabei kam laut Polizei eine Frau ums Leben. Außerdem wurden 22 Insassen, darunter drei Kinder, verletzt. Der EuroCity216 war im Bereich des Bahnhofs von Niklasdorf in der Steiermark mit einem Nahverkehrszug seitlich kollidiert. Zur Herkunft und Alter der toten Frau wollte die Polizei keine Angaben machen. »Zunächst muss die Identität zweifelsfrei geklärt sein und müssen die Angehörigen unterrichtet werden«, sagte ein Sprecher.
12. Februar 2018, 20:35 Uhr
DPA

Niklasdorf (dpa). Auf dem Weg von Graz nach Saarbrücken ist gestern in Österreich ein Eurocity mit einem Regionalzug zusammengestoßen. Dabei kam laut Polizei eine Frau ums Leben. Außerdem wurden 22 Insassen, darunter drei Kinder, verletzt. Der EuroCity216 war im Bereich des Bahnhofs von Niklasdorf in der Steiermark mit einem Nahverkehrszug seitlich kollidiert. Zur Herkunft und Alter der toten Frau wollte die Polizei keine Angaben machen. »Zunächst muss die Identität zweifelsfrei geklärt sein und müssen die Angehörigen unterrichtet werden«, sagte ein Sprecher.

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) sprachen auch von schwer verletzten Opfern. Die Polizei erklärte dazu, dass die Verletzten dem ersten Anschein nach nur leichte Blessuren davongetragen hätten. Bei genauerer Untersuchung könne das aber anders aussehen, so ein Polizeisprecher.

Bei einem Waggon an der Spitze des EC wurde die gesamte Fensterfront weggerissen. Dabei handelte es sich um einen Wagen der 1. Klasse, erklärte ein Bahn-Sprecher. Wie viele Menschen in diesem völlig zerstörten Areal saßen, konnte die Bahn zunächst nicht sagen. Laut Polizei wurden insgesamt 60 Menschen aus dem Zug geborgen. Die Verbindung von Graz in Richtung Saarbrücken ist nach Angaben der ÖBB normalerweise besonders stark frequentiert.

Das Unglück ereignete sich kurz vor 13 Uhr bei der Ausfahrt vom Bahnhof Niklasdorf. Die Ursache dieser sogenannten Flankenkollision war zunächst unklar. Ob es sich um einen technischen Defekt oder um menschliches Versagen handle, müssten die Ermittlungen ergeben. Die beiden Lokführer seien vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden und nicht vernehmungsfähig, so ein Polizeisprecher.

Mehrere Waggons wurden beschädigt. Teile beider Züge entgleisten bei dem Zusammenstoß. Die Bahn ging davon aus, dass sich der Unfall bei langsamen Tempo im Bereich einer Weiche ereignet habe.

Folgeschäden noch unklar

Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz, da viele Passagiere wegen eines Schocks betreut werden mussten. Nach Bahn-Angaben wird der Zug aus Deutschland auf österreichischem Gebiet von der ÖBB betrieben. Dazu werde in Salzburg das Personal komplett getauscht.

Durch das Unglück dürfte es zu Schäden an Masten und Oberleitungen der ÖBB gekommen sein. Inwieweit das Gleisbett durch die aus den Schienen gesprungenen Züge in Mitleidenschaft gezogen wurde, ließ sich zunächst nicht ermitteln.

Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. »Meine Gedanken sind bei der Familie & den Freunden des Todesopfers. Allen Verletzen wünsche ich eine baldige Genesung. Vielen Dank an alle Einsatzkräfte, die vor Ort helfen!«.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/ueberregional/mantelredaktion/ausallerwelt/Aus-aller-welt-Zugunglueck-fordert-ein-Opfer;art477,389107

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