16. Februar 2018, 22:17 Uhr

Zeuginnen gesucht

16. Februar 2018, 22:17 Uhr
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Von DPA

Essen (dpa). Nach den Vergewaltigungen mehrerer Schülerinnen im Ruhrgebiet haben sich nach Polizeiangaben noch keine weiteren Opfer bei den Beamten gemeldet. Die Polizei hofft aber nach der jüngsten Festnahme eines 18-jährigen mutmaßlichen Täters auf weitere Zeuginnen. »Wenn die Frauen wissen, dass wir alle haben, besteht nun nicht mehr die Gefahr, mit dem mutmaßlichen Täter in Kontakt zu kommen«, sagte ein Polizeisprecher gestern in Essen.

Drei Verdächtige im Alter von 19 bis 23 Jahren sind bereits in Untersuchungshaft. Die Ermittler werfen ihnen Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung und sexuelle Nötigung vor. Auch gegen einen 16-Jährigen, dessen Name und Aufenthaltsort der Polizei bekannt sind, werde ermittelt, aus Altersgründen liege aber kein Haftbefehl vor.

Der Mann wird dringend verdächtig, mit vier weiteren jungen Männern an mehreren Sexualstraftaten beteiligt gewesen zu sein. Die Gruppe soll in wechselnder Zusammensetzung in Gelsenkirchen und Essen Sexualstraftaten begangen haben. Die Ermittler gehen von mindestens sechs Fällen in den vergangenen Monaten aus, in denen jugendliche Mädchen Opfer geworden sind. Immer seien vier junge Männer beteiligt gewesen.

18-Jähriger schweigt

Der 18-Jährige hatte sich am Donnerstagabend der Polizei gestellt. Bei der gestrigen Vernehmung habe er aber keine weiteren Aussagen gemacht, sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben des Verteidigers des 18-Jährigen hat sich sein Mandant nur ganz allgemein geäußert. Der junge Mann sehe sich möglicherweise »mehr in der Opfer-, als in der Täterrolle«, sagte Hans Reinhardt aus Marl, wie die »Bild«-Zeitung berichtete.

Bei den Ermittlungen wurden unter anderem Handy-Chats ausgewertet. Den Ermittlern sind bislang erst drei der Opfer namentlich bekannt. Die jeweils 16-jährigen Mädchen hatten selbst Anzeige erstattet.



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