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Verdächtiger gesteht Tat

Rastatt/Gaggenau (dpa). Eine Großmutter und ihr Enkel starben bei einem schweren Unfall mit Fahrerflucht – nach langem Schweigen hat ein 48-Jähriger jetzt vor Gericht eingeräumt, die beiden totgefahren zu haben. An den genauen Hergang des verhängnisvollen Unfalls vom vergangenen Juli im baden-württembergischen Gaggenau erinnere er sich jedoch nicht, sagte der Angeklagte am Montag im Prozess vor dem Amtsgericht Rastatt.
29. April 2019, 19:44 Uhr
DPA

Rastatt/Gaggenau (dpa). Eine Großmutter und ihr Enkel starben bei einem schweren Unfall mit Fahrerflucht – nach langem Schweigen hat ein 48-Jähriger jetzt vor Gericht eingeräumt, die beiden totgefahren zu haben. An den genauen Hergang des verhängnisvollen Unfalls vom vergangenen Juli im baden-württembergischen Gaggenau erinnere er sich jedoch nicht, sagte der Angeklagte am Montag im Prozess vor dem Amtsgericht Rastatt.

»Ich habe nur gemerkt, dass ich was umgefahren habe«, sagte der bärtige Mann, der geduckt und bedrückt und zeitweise den Tränen nahe schien. »Nie im Leben hab ich gedacht, dass das Menschen waren.« Aus Angst um seinen Führerschein habe er nicht angehalten.

Die Anklage geht davon aus, dass er den sieben Monate alten Jungen und dessen Oma im vergangenen Juli betrunken und bekifft überfuhr und zurückließ, ohne sich um die Schwerstverletzten zu kümmern. Den Angaben zufolge war die Frau von der Motorhaube seines Autos erfasst und 39 Meter weggeschleudert worden. Das Kind wurde aus dem Kinderwagen katapultiert. Ersthelfer am Unfallort fanden das Baby röchelnd auf der Straße liegend vor; es starb wenige Stunden später in einem Krankenhaus. Die Frau starb sofort. Ein Urteil könnte am 17. Mai gefällt werden.

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