19. September 2017, 20:44 Uhr

Vater gefasst

19. September 2017, 20:44 Uhr

Villingendorf (dpa). Der mutmaßliche Todesschütze von Villingendorf am Rand des Schwarzwalds ist der Polizei wenige Tage nach der Bluttat ins Netz gegangen. Um 16.30 Uhr am Dienstag erhielt das Polizeirevier in Rottweil einen Hinweis aus der Bevölkerung über die Notrufnummer 110, wie ein Polizeisprecher erzählte. Schon zehn Minuten später traf eine Zweimannstreife auf den 40 Jahre alten Gesuchten. »Sie sind vorläufig festgenommen«, rief ein Polizist ihm zu. Der Flüchtige leistete keinen Widerstand, die Handschellen klickten. Bei dem Kroaten stellte die Polizei nach dpa-Informationen auch eine Langwaffe sicher, die seit den tödlichen Schüssen auf die drei Opfer am vergangenen Donnerstag vermisst worden war. Bis zum Eintreffen weiterer Ermittler sicherten die Beamten den mutmaßlichen Dreifachmörder im Polizeiauto. Am Abend wurde der 40-Jährige in die Kriminalpolizeidirektion nach Rottweil gebracht. Der Kroate steht unter dringendem Verdacht, am vergangenen Donnerstagabend seinen sechs Jahre alten Sohn, den neuen Partner seiner Ex-Frau und dessen Cousine erschossen zu haben. Sein Sohn war wenige Stunden vor dem Verbrechen eingeschult worden. Die Ex-Frau des Mannes konnte fliehen; sie war danach von der Polizei an einem sicheren Ort untergebracht und bewacht worden. Innenminister Thomas Strobl (CDU) zeigte sich nach der Festnahme »total erleichtert«.

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