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Prinz will Burg zurück

Koblenz (dpa). Der Chef des Hauses Hohenzollern fordert den einstigen Familienbesitz Burg Rheinfels zurück - seine Klage ist am Donnerstag in Koblenz verhandelt worden. In dem Rechtsstreit zwischen Georg Friedrich Prinz von Preußen und dem Land Rheinland-Pfalz geht es um das riesige Gemäuer hoch über St. Goar. Der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. war am Landgericht nicht anwesend, nur sein Anwalt und sein persönlicher Berater.
23. Mai 2019, 22:40 Uhr
DPA
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Nach dem Untergang des Kaiserreichs wurde die Stadt St. Goar 1924 Eigentümerin von Burg Rheinfels. (Foto: dpa)

Koblenz (dpa). Der Chef des Hauses Hohenzollern fordert den einstigen Familienbesitz Burg Rheinfels zurück - seine Klage ist am Donnerstag in Koblenz verhandelt worden. In dem Rechtsstreit zwischen Georg Friedrich Prinz von Preußen und dem Land Rheinland-Pfalz geht es um das riesige Gemäuer hoch über St. Goar. Der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. war am Landgericht nicht anwesend, nur sein Anwalt und sein persönlicher Berater.

Der in Potsdam lebende Prinz von Preußen hatte das Land Rheinland-Pfalz und das an die Ruine angrenzende Burghotel verklagt. Laut dem Stadtbürgermeister von St. Goar, Horst Vogt (CDU), wäre ein Verlust der Burg dramatisch: Stadt, Land und Hotel hätten hier Millionen investiert. Die Stadt ist dem beklagten Land in dem Rechtsstreit beigetreten. »Die Burg Rheinfels ist das Herz von St. Goar«, betont Vogt.

Die Berliner Anwaltskanzlei des Prinzen wollte sich vor der mündlichen Verhandlung nicht zu der Klage äußern. Das Haus Hohenzollern hatte Burg Rheinfels seit dem 19. Jahrhundert besessen. Nach dem Untergang des Kaiserreichs wurde die Stadt St. Goar 1924 Eigentümerin, mit der Auflage, das Gemäuer nicht zu verkaufen. 1998 schloss das Städtchen mit der Betreibergesellschaft des luxuriösen Hotels direkt neben der Burgruine einen Erbpachtvertrag für 99 Jahre mit der Option auf eine ebenso lange Verlängerung. Der Prinz von Preußen argumentiert in seiner Klage, dieser Vertrag komme einem untersagten Verkauf gleich. Es gebe eine sogenannte Rückauflassungsvormerkung im Grundbuch. Diese kann in bestimmten Fällen eine Rückübertragung eines Grundstücks an einen Alteigentümer ermöglichen.

Das Mainzer Kulturministerium geht nach früheren Angaben von keinem Erfolg der Klage aus. Auch Bürgermeister Vogt sagt: »Ich bin optimistisch.«

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