22. Juli 2019, 18:43 Uhr

Neuer Wettlauf im All

22. Juli 2019, 18:43 Uhr
Nach mehreren gescheiterten Anläufen hat Indien erstmals in der Geschichte des Landes eine Raumsonde zur Landung auf dem Mond ins All geschickt. (Foto: Indian Space Research Organization/AP/dpa)

Neu Delhi (dpa). Nach mehreren gescheiterten Anläufen hat Indien erstmals in der Geschichte des Landes eine Raumsonde zur Landung auf dem Mond ins All geschickt. Eine Trägerrakete vom Typ GSLV Mark-III brachte die unbemannte Sonde »Chandrayaan-2« am Montag vom südindischen Sriharikota aus in den Orbit, wie die Raumfahrtbehörde Isro mitteilte. Sollte die Mission gelingen, wäre Indien das vierte Land nach den USA, der Sowjetunion und China, dem eine weiche Landung auf dem Erdtrabanten gelingt. »Chandrayaan-2« hat unter anderem ein Landemodul mit einem Rover an Bord. Es soll im September beim kaum erforschten Südpol des Mondes auftreffen.

Als die Rakete pünktlich um 14.43 Uhr Ortszeit (11.13 MESZ) vom Satish Dhawan Space Centre nahe Chennai abhob, brach im Kontrollzentrum Jubel aus. »Dank Chandrayaan wird das indische Mondprogramm einen erheblichen Schub bekommen«, erklärte Premierminister Narendra Modi auf Twitter. Ziel der 142 Millionen Dollar (rund 126 Mio Euro) teuren Mission ist die kartographische Erfassung der Mondoberfläche, die Erforschung ihrer Zusammensetzung sowie die Suche nach Wasser. Als besonders schwierig gilt die für den 7. September geplante Landung. »Der 15-minütige Landeanflug wird die brenzligste Phase sein. Indien hat eine so komplexe Mission noch nie unternommen«, räumte Isro-Chef K Sivan ein. Das Landemodul »Vikram« hat ein Roboterfahrzeug namens »Pragyan« (Weisheit) dabei, das rund 500 Meter zurücklegen kann. Die Sonde selbst soll den Mond ein Jahr lang umkreisen.

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