26. Februar 2019, 21:22 Uhr

Neue Konsequenzen im Polizeiskandal von Lügde

26. Februar 2019, 21:22 Uhr

Düsseldorf/Lügde (dpa). Neue Verdachtsfälle, neue Ermittlungen und neue personelle Konsequenzen: Der Skandal um den massenhaften Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Nordrhein-Westfalen nimmt immer größere Dimensionen an. »Es sieht aus, dass es noch schlimmer ist, als ich befürchtet habe«, sagte Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) gestern.

Die Zahl der Beschuldigten, gegen die die Staatsanwaltschaft in Zusammenhang mit dem Missbrauch in Lügde ermittle, sei von sechs auf sieben gestiegen, berichtete Reul in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags. Dabei handle es sich um einen 16-Jährigen, der kinderpornografisches Material besessen haben soll. Auch ältere Verdachtsfälle würden neu aufgerollt, sagte Reul. Gestern wurde zudem eine weitere einschneidende Konsequenz für die zuständige Kreispolizei bekannt: Auf Anweisung des Innenministeriums werde der Polizeidirektor an das Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten versetzt, teilte Landrat Axel Lehmann mit. Der Landrat hatte bereits einen anderen Beamten, den Leiter der Direktion Kriminalität, von seinen Aufgaben entbunden.

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