19. Mai 2017, 22:21 Uhr

Kein Hinweis auf Terror

19. Mai 2017, 22:21 Uhr
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Von DPA
Ein Ex-Soldat tötete eine 18-Jährige als er seinen Wagen in eine Menschenmenge steuerte. (Foto: dpa)

New York (dpa). Gegen den Todesfahrer vom New Yorker Times Square wird laut einem Medienbericht wegen Mordes ermittelt. Der Mann war am Donnerstag mit seinem Auto in eine Gruppe von Fußgängern gerast, tötete dabei eine Frau und verletzte 22 weitere Menschen. Neben Mord würden ihm 20-facher versuchter Mord sowie in fünf Fällen ein schweres Tötungsdelikt mit einem Fahrzeug vorgeworfen, berichtete der US-Nachrichtensender CNN in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf die Polizei. Auf einen terroristischen Hintergrund deutete laut New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio nichts hin.

Drogen im Blut

Im Blut des 26-jährigen Richard Rojas, eines Ex-Soldaten der US-Marine aus dem Stadtteil Bronx, wurde laut CNN die als »Angel Dust« bekannte Droge PCP festgestellt. Der Mann habe psychische Probleme und habe Polizisten gesagt, dass er erwartet habe, von ihnen erschossen zu werden.

Rojas hatte am Donnerstagmittag (Ortszeit) mit seinem Auto auf einer Kreuzung gewendet und war dann mit hohem Tempo über den Gehweg gefahren. Nach etwa drei Straßenblocks rammte er einen Poller, an dem sein Wagen hängen blieb, der kurzzeitig auch Feuer fing. Rojas versuchte zu fliehen, wurde aber sofort überwältigt und festgenommen, wie de Blasio bei einer Pressekonferenz am Times Square sagte. »Es gibt keine Hinweise, dass dies ein terroristischer Akt war.« Trotzdem würden zusätzliche Polizisten der Anti-Terror-Einheiten vorsichtshalber wichtige Orte der Metropole absichern.

Vier der 22 Verletzten schwebten nach Angaben des Feuerwehrchefs Daniel Nigro vom Donnerstag in Lebensgefahr. Ihre Überlebenschancen seien aber gut. Bei der getöteten Frau handelt es sich um eine 18-Jährige, die laut dem Fernsehsender NY1 mit ihrer Familie aus dem US-Bundesstaat Michigan zu Besuch war. Ihre 13 Jahre alte Schwester wurde ebenfalls von dem Auto getroffen und kam mit Verletzungen ins Krankenhaus.

Rojas wurde während seiner Zeit als Soldat bei der US-Marine wegen Trunkenheit am Steuer und ordnungswidrigem Verhalten von einem Militärgericht verurteilt. Nach seinen knapp drei Jahren bei der Navy sei er »unter anderen als ehrenhaften Umständen« vom Militärdienst entlassen worden, sagte ein ranghoher Marineoffizier der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.



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