28. Mai 2019, 20:25 Uhr

INS NETZ GEGANGEN

28. Mai 2019, 20:25 Uhr

Grüner Höhenflug

»Der Klimaschutz wurde gewählt.« So hat Parteichef Robert Habeck am Sonntag das »grüne Wunder« bei der Europawahl erklärt. Und in der Tat: Das Thema wurde von 48 Prozent der Wähler als das Wichtigste erachtet. Und es wird immer noch vor allem mit den Grünen verbunden.

20,5 Prozent - das ist eine ganz starke Leistung. Und während sich Union und SPD selbst zerfleischen, können sich Habeck und Co. entspannt zurücklehnen und eine ganz andere Diskussion mit großer Gelassenheit verfolgen: Stellen die Grünen bei der nächsten Bundestagswahl einen eigenen Kanzlerkandidaten? Das ist wahrlich eine Luxus-Debatte, die noch vor ein paar Monaten völlig undenkbar gewesen wäre.

Stand jetzt; Die Grünen sind bei den jungen Wählern die mit großem Abstand erfolgreichste Partei. Bei den unter 30-Jährigen kommen sie auf so viele Wähler wie Union, SPD und FDP zusammen. Und auch bei den U-60 sind sie noch die stärkste Partei. Das könnte durchaus Lust auf mehr machen. Die Grünen als neue Volkspartei? Das will der Parteichef nicht hören. Der Begriff sei nicht für Parteien mit 18 oder 20 Prozent geschaffen worden, sagte Habeck kürzlich. Die Bindekraft der Volksparteien sei heute nicht mehr automatisch gegeben.

Die Grünen gehen mit dem neuen Ruhm vorsichtig um. Wohl wissend, dass es auch schnell wieder in die andere Richtung gehen kann. Die Teilnehmer an unserer Facebook-Umfrage jedenfalls sind sich nicht so sicher, ob sich die Grünen langfristig als deutsche Nummer zwei etablieren können: 44 Prozent sind der Meinung, dass die Grünen die Sozialdemokraten auf Dauer hinter sich gelassen haben. Die Mehrheit, nämlich 45 Prozent, glauben eher, dass es sich nur um eine Momentaufnahme handelt.

Instagram, Twitter und Co.

Der spanische Tennisprofi Rafael Nadal (32) ist nicht gerade ein großer Freund der sozialen Medien. »Wenn ich zum Beispiel den neuen Court Philippe Chatrier betrete, denke ich nicht daran, eine Story für Instagram zu machen! Das ist nicht in meiner DNA«, sagte der Rekordsieger der French Open in einem Interview der französischen Sportzeitung »L'Équipe« (Montag). »Ich schaue mich um, ich sage mir: Das gefällt mir, aber ich habe nicht den Reflex, das der ganzen Welt zu zeigen«, sagte der elfmalige Turniersieger laut der Nachrichtenagentur dpa. Sein Team und er würden diese Kommunikationskanäle natürlich auch nutzen, um beispielsweise Neuigkeiten zu verkünden. »Aber ich lebe sehr gut ohne die sozialen Netzwerke«, sagte der Weltranglisten-Zweite.

Beneidenswert. Das fällt vielen offenbar sehr viel schwerer. Oder sie wollen es nicht anders. Oder sie verdienen damit sehr, sehr viel Geld. Laut eines Berichts »Business Insider« zahlen Kunden der US-Schauspielerin Selena Gomez pro Instagram-Post gerne mal um die 800 000 Dollar. Das ist natürlich ein Argument, doch alle möglichen Social-Media-Kanäle zu bedienen. Ob Dieter Bohlen von diesen Verdienstmöglichkeiten weiß? Der Pop-Titan ist nämlich jetzt auch zum Insta-gram-Star aufgestiegen. Im zarten Alter von 65 Jahren. Seit knapp einem Jahr sei Bohlen in dem sozialen Netzwerk aktiv und habe in der kurzen Zeit 1,2 Millionen Follower angelockt, schreiben mehrere Medien. Seinen Fans gibt Bohlen Einblicke in sein Privatleben, gibt Tipps und präsentiert eine tägliche Ausgabe von »Dieters Tagesschau«. Und das ist harte Arbeit. So wird Bohlen unter anderem zitiert: »Man kann ja am Handy sehen, wie viel Zeit man mit einer App verbringt. Da kommen schon mal neuneinhalb Stunden nur für Instagram am Tag zusammen.« Und der Verdienst pro Post? Dazu gab es leider keine Angaben. Aber an Selena Gomez dürfte selbst Dieter Bohlen nicht heranreichen.

Gebloggt

Meghan Markle, die Frau von Prinz Harry, ist stets top-gestylt unterwegs. Und da sich nicht jeder die Designer-Mode der Herzogin von Sussex leisten kann, hat es sich Bloggerin Sharin Joan zur Aufgabe gemacht, das Ganze preisgünstiger zu gestalten - mithilfe von Ebay und Kreativität. Wer dabei sein möchte, der muss sich nur auf dem Insta-gram-Account @royalliinspired umschauen. Viel Vergnügen. (gäd/dpa)



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