Aus aller welt

INS NETZ GEGANGEN

22. August 2017, 21:29 Uhr
Redaktion

Die heiße Phase

Die Plakate hängen, die Politiker reisen durch das Land und machen Werbung in eigener Sache: Die heiße Phase des Bundestagswahlkampfs hat begonnen und mit ihr der verstärkte Kampf um die Wählerstimmen. Dabei geht es in vielen Fällen nicht allein um die Programm der Parteien, sondern auch um die Personen, die sie präsentieren. Da trifft man die ganz große Polit-Prominenz auch einmal in der Provinz an.

Allgemein wird aufgrund der Umfragen davon ausgegangen, dass es »Titelverteidigerin« Angela Merkel etwas ruhiger angehen lassen kann, während Herausforderer Martin Schulz von der SPD kämpfen muss, um die Lücke zur Union zumindest zu verkleinern. Vom Hype um den Spitzenkandidaten ist nicht mehr viel übrig geblieben, weshalb Fraktionschef Thomas Oppermann denn auch die Losung für die kommenden Wochen ausgab: »Die Aufholjagd hat begonnen.«

Beim Blick auf die Umfrage auf unseren Online-Portalen müssen die Parteien noch viel Überzeugungsarbeit leisten: 32 Prozent haben sich schon über die Programme von CDU, SPD, FDP, Grünen und Co. informiert. Für zehn Prozent ist es dafür noch zu früh. Die Mehrheit der Teilnehmer (58 Prozent) hält es nicht für nötig, einen genaueren Blick auf die einzelnen Positionen zu werfen, da sich die meisten Parteien sowieso nicht voneinander unterscheiden würden. Wie gesagt, da gibt es noch einiges zu tun.

Kommen wir von der Innen- zur Außenpolitik. US-Präsident Donald Trump hat in diesen Tagen so manchen Flächenbrand zu löschen. Die Debatte um seine Position zu den rechten Protesten ist nur einer davon. Nun hat auch noch sein Chefstratege Stephen Bannon das Handtuch geworfen. Oder musste er gehen? Auf jeden Fall ein herber Verlust für Trump. Die Hälfte der Umfrageteilnehmer ist der Meinung, dass Trump auch diese Krise überstehen wird. 39 Prozent glauben allerdings, dass sich seine Präsidentschaft langsam aber sicher dem Ende zuneigt. Der Rest interessiert sich nicht für die Vorgänge im Weißen Haus.

Reingeklickt

Auf unserer Gießener Online-Plattform in der vergangenen Woche ganz vorne: Das Stadtfest und die Vorstellung des Programms, gefolgt von der Beil-Attacke am Lahnufer. In der Wetterau hat der Bericht über den Mann aus Pohl-Göns, der mit einem Beil auf ein Hausdach flüchtete, am meisten interessiert. Auf Position zwei: Die Berichterstattung über die Eröffnung der Ortsumgehung Wöllstadt. Im Vogelsbergkreis am beliebtesten: Der Bericht über den Kaffeeröster aus Ermenrod und sein Erfolgsrezept. Auf Platz zwei kommt hier der Bericht über die Abc-Schützen aus Feldatal, die eine aufregende Einschulungsfeier inklusive Gottesdienst erlebten.

Facebook, Twitter und Co.

US-Präsident Donald Trump hat sich mit seinen Reaktionen über die rechtsextremen Ausschreitungen in Charlottesville ja kräftig in die Nesseln gesetzt. Ganz anders sein Vorgänger Barack Obama. »Niemand hasst von Geburt an jemanden aufgrund dessen Hautfarbe, dessen Herkunft oder dessen Religion.« Mit diesem Zitat von Nelson Mandela knackte Obama einen Rekord: Der Tweet wurde zum bisher meistgelikten Eintrag in der Geschichte des Kurznachrichtendienstes. Mehr als drei Millionen Usern gefiel das Zitat. Damit stieß der Ex-Präsident den Tweet der Sängerin Ariane Grande nach dem Anschlag auf ihr Konzert in Manchester von der Spitzenposition. Für diesen gab es 2,7 Millionen »Gefällt-mir«-Angaben.

Gebloggt

Ein belgisches Ehepaar hat einen ungewöhnlichen Beruf: Die beiden sind »Vollzeit-Nacktblogger«. Das FKK-Pärchen bereist die Welt und will mit seinen Berichten andere vom eigenen Lebensstil überzeugen. Das Ganze heißt »Naked Wanderings«. (gäd)

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