Trump und das FBI

Manchmal kommt man mit den Affären kaum noch nach. Man dachte schon, die Entlassung von FBI-Chef James Comey würde US-Präsident Donald Trump erheblich in Bedrängnis bringen. Nun ist gestern noch die Weitergabe von Informationen an Russland dazugekommen.

Doch der Reihe nach: Die Entlassung des FBI-Chefs sorgte für mächtig Wirbel. Schließlich untersucht der US-Geheimdienst Vorwürfe einer russischen Einflussnahme auf die US-Wahl sowie Kontakte von Mitgliedern von Trumps Wahlkampfteam mit Vertretern Russlands. Dazukommt: Das Weiße Haus machte zu den Gründen von Comeys Entlassung wechselnde und zum Teil widersprüchliche Angaben. In seiner typischen Art ging Trump sogleich zum Angriff über, als sowohl Demokraten als auch einige »seiner« Republikaner diese spektakuläre Entscheidung kritisierten: »James Comey sollte hoffen, dass es keine Aufnahmen unserer Gespräche gibt, bevor er beginnt, Inhalte an die Presse zu leaken«, schrieb der US-Präsident auf Twitter. Klingt wie eine Drohung...

In Mittelhessen hat man zu dem Fall eine klare Position; 61 Prozent der Teilnehmer an unserer Online-Umfrage sind der Meinung, der US-Präsident müsse früher oder später abdanken. 22 Prozent glauben, dass Trump wieder damit durchkommen wird. 17 Prozent plädieren dafür, die Entscheidung Trumps zu respektieren.

Die zweite Umfrage in dieser Woche drehte sich um den Muttertag: Die Mehrheit, 53 Prozent, finden den Brauch unsinnig. Aber nur, und dieser Zusatz ist wichtig, weil man die Mütter immer schätzen sollte. 32 Prozent finden den Muttertag gut, 16 Prozent interessieren sich für solche Ehrentage überhaupt nicht.

Reingeklickt

Die Geschichte des an Blutkrebs erkrankten Dutenhofeners, der schließlich seinem schweren Leiden erlag, war die meistgelesene auf unseren Online-Portalen in den vergangenen Tagen. Auf den Plätzen folgen die Suche nach dem Täter im Fall des getöteten Gießener Hells-Angels-Chefs, der Bericht über die Leiche, die in Grünberg entdeckt wurde, und der Flächenbrand bei Annerod. Auf Position fünf: Die zwei neuen Mieter für die Galerie Neustädter Tor.

Facebook, Twitter und Co.

Für Empörung hat dieser Tage wieder einmal die ehemalige CDU-Politikerin Erika Steinbach gesorgt. Nachdem Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen angekündigt hatte, die Namen von Kasernen ändern lassen zu wollen, die nach Wehrmachtsoffizieren benannt sind, und die Entfernung eines Fotos von Helmut Schmidt in Wehrmachtsuniform an der Universität der Bundeswehr in Hamburg für Wirbel gesorgt hatte, forderte Steinbach ihre Follower via Twitter auf, alte Wehrmachtsfotos von Familienangehörigen zu posten. Wohlkalkuliert.

Einen Rekord wird Steinbach mit dieser Aktion sicher nicht brechen. Das hat in diesen Tagen allerdings ein anderer getan: Carter Wilkerson wollte ein Jahr lang kostenlos Chicken Nuggets und fragte bei der Fast-Food-Kette Wendy’s an, für wie viele Retweets sie ihm dies ermöglichen würden. Die Antwort: 18 Millionen. Bereits wenige Tage später erreichte er über 3,4 Millionen Retweets, mehr als Ellen DeGeneres mit ihrem Selfie während der Oscar-Verleihung 2014. Ein Rekord. Obwohl noch weit von den 18 Millionen entfernt, zeigte sich die Fast-Food-Kette beeindruckt und schenkte ihm Nuggets für ein Jahr. Immerhin.

Gebloggt

Der Blogger, der in Russland vor Gericht stand, weil er in einer Kirche »Pokemon Go« gespielt hatte, muss zwar nicht ins Gefängnis, er wurde aber zu dreieinhalb Jahren Haft auf Bewährung sowie 160 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Gefängnisstrafe gefordert. (gäd)

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