14. September 2016, 12:00 Uhr

INS NETZ GEGANGEN

Die Stimmung
14. September 2016, 12:00 Uhr
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Von Annette Spiller
Die jahrelange Durststrecke zu Hause in der Osthalle gegen Frankfurt wollen (v. l.) Thomas Scrubb, Joshiko Saibou und Dwayne Evans von den Gießen 46ers am Samstag um 20.30 Uhr im Hessenderby beenden – die Trinkflaschen halten sie schon in den Händen. (Foto: Vogel)
Die Stimmung
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat derzeit einen schweren Stand. »Selbst schuld«, sagen die einen und verweisen auf die Flüchtlingspolitik der schwarz-roten Bundesregierung. »Das wird schon wieder«, sagen die anderen und verbreiten Zweckoptimismus. Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, bei der die rechtspopulistische AfD vor der Volkspartei CDU landen konnte, liegt den Akteuren noch schwer im Magen. Hinzu kommt, dass CSU-Chef Horst Seehofer wieder einmal keine Gelegenheit auslässt, kräftig zu zündeln. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass sich die Kanzlerin im Moment relativ ungeschützt durch die politische Landschaft bewegt. Beinahe täglich werden »Argumente« präsentiert, warum Merkel eben nicht mehr als Kanzlerkandidatin bei der nächsten Bundestagswahl antreten sollte. Schuld ist die schlechte Stimmung im Land – ausgelöst eben durch die Flüchtlingskrise. Keine Lösungen, keine Antworten auf die Fragen der Bürgerinnen und Bürger.
Die Umfrage auf unseren Internet-Portalen beschäftigte sich mit diesem Thema. Fast 1600 Stimmen wurden abgegeben – die ein klares Ergebnis brachten: 72 Prozent glauben nicht, dass Merkel und Co. das Ruder bis zur nächsten Bundestagswahl 2018 noch einmal herumreißen können. Nur 24 Prozent sind sich sicher, dass die schwarz-rote Regierung in Berlin die Stimmung noch einmal drehen kann. Ebenfalls interessant: Nur vier Prozent interessierte das Thema nicht...
Reingeklickt
Meistgelesen auf unseren Internet-Portalen war der Bericht zum Prozessauftakt gegen einen 77-Jährigen auf dem Landkreis Gießen, der sich jahrelang an seinen Enkelinnen vergangen haben soll. Es folgen Berichte über den »Wurstautomat«, über den Kampf der Stadtwerke Gießen gegen Schwarzfahrer in Bussen und über den Sieg der HSG Wetzlar über den THW Kiel. Auf Platz fünf: Der Prozess um eine Gewalttat in Bad Nauheim, bei der einer 56-Jährigen das halbe Gesicht zerschnitten wurde.
Facebook, Twitter und Co.
So ist das halt, wenn man ohne nachzudenken nach Schema F vorgeht. Facebook musste eine Menge Kritik einstecken, weil Mitarbeiter das berühmteste Foto des Vietnam-Kriegs löschten. Die norwegische Zeitung »Aftenposten« hatte das Bild des »Napalm Girls« online gestellt. Die Reaktion des Netzwerks ließ nicht lange auf sich warten. Der Grund: Facebook hat Vorschriften, und Nacktheit widerspricht diesen nun einmal. Entsprechend erhielt die Zeitung eine Aufforderung aus dem Hamburger Facebook-Büro, das Bild entweder zu verpixeln oder zu löschen. Doch anstatt die Antwort abzuwarten, entfernte das US-Unternehmen das Dokument der Zeitgeschichte kurzerhand. Der Herausgeber der »Aftenposten« schrieb daraufhin einen offenen Brief an Facebook-Chef Mark Zuckerberg, der sich fortan mit Kritik, Häme und Spott auseinandersetzen muss. Schließlich gab Facebook nach. Doch der Schaden war angerichtet. Zwar versprach das Netzwerk Besserung, doch so recht daran glauben mag man nicht.
Man muss schon mithalten, wenn man im Showbusiness tätig ist. Das dachte sich wohl auch Verona Pooth, als sie kürzlich bei Instagram ein Foto postete, dass sie makellos vor einem geknickten Hintergrund zeigt. Der schiefe Horizont verriet: Pooth hatte sich die Beine wohl etwas länger gezaubert. Einige Reaktionen im Netz später veröffentlichte sie ein Video, dass sie kommentierte mit: »Es geht auch ohne Photoshop.« Kann ja mal passieren...
Gebloggt
Der in Berlin lebende Blogger Federico Prandi sammelt kuriose WLAN-Bezeichnungen der Hauptstadt und veröffentlicht sie in seinem Blog »A More Quiet Place«. Eine kleine Auswahl gefällig? Gerne: »Telekatze«, »St. Nettwerk«, »Herbert das Magische Ei«, »Alice im WLand« oder auch »Go Vegan!«. Wo sich die Hotspots befinden, wird in einer interaktiven Karte angezeigt. Lustig. (gäd)


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