29. März 2017, 22:43 Uhr

Die letzte Fahrt

29. März 2017, 22:43 Uhr
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Von DPA

Eine Ära in der alpinen Seilbahntechnik geht an diesem Sonntag (2. April) in den bayerischen Alpen zu Ende. Nach fast 54 Jahren stellt die Eibsee-Seilbahn auf die 2962 Meter hohe Zugspitze ihren Betrieb ein. Sie macht Platz für die neue Seilbahn an fast derselben Stelle, deren Bau weiter voranschreitet und die am 21. Dezember feierlich in Betrieb gehen soll – wenn alles nach Plan läuft.

Die 1963 fertiggestellte Seilbahn auf Deutschlands höchsten Berg ist noch heute eine technische Meisterleistung. Sie überwindet mit knapp 2000 Metern weltweit den größten Höhenunterschied einer Seilbahn. »Bei der Eibsee-Seilbahn handelt es sich um eine einzigartige technische Leistung, was Höhenunterschied, Streckenlänge, Stützenstandort, Baudurchführung und die geologischen Rahmenbedingungen betrifft«, würdigt Peter Huber, technischer Vorstand der Zugspitzbahn die nun vor der Ausmusterung stehende Bahn.

In den fünfeinhalb Jahrzehnten seit ihrer Inbetriebnahme beförderte sie mehr als 21 Millionen Menschen. Alle zurückgelegten Kilometer zusammengezählt, umrundeten die beiden Kabinen mehr als 76-mal die Erde. Nach Höhenmetern bemessen sind sie knapp 3,5-mal zum Mond geschwebt. Die alte Seilbahn konnte auf einer Länge von 4,5 Kilometern maximal 240 Menschen pro Stunde befördern. Die neue wird nach Angaben der Zugspitzbahn eine Kapazität von 600 Passagieren stündlich haben. Sie soll 50 Millionen Euro kosten. (dpa/Foto: dpa)



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