02. August 2019, 22:17 Uhr

Die Schwerkraft hat ihn wieder

02. August 2019, 22:17 Uhr
Der Gewinner der ProSieben-Show »The Masked Singer«, Max Mutzke, jubelt als »Astronaut«. (Foto: dpa)

Köln (dpa). Das Rätselraten endet um kurz vor Mitternacht. Ein überwältigter Max Mutzke im Glitzeranzug sinkt auf die Knie. Nach sechs Wochen fast schwerelosem Astronautendasein nimmt der Sänger seinen funkelnden Helm vom Kopf. Er ist der letzte, der an diesem Abend sein wahres Gesicht zeigen muss - und damit der Gewinner von »The Masked Singer«. »Meine Familie wusste auch nichts«, ruft er, als würde ihn das fast selbst überraschen. Seinen Sieger-Song, »Fields of Gold« von Sting, singt der Astronaut im Konfettiregen - auf den Schultern von Kudu und Grashüpfer.

Diese beiden tierischen Kandidaten gehörten zu den fünf Finalisten der ProSieben-Rateshow, die am Donnerstag in Köln ihren Höhepunkt und ihr vorläufiges Ende fand. Wochenlang gaben die maskierten Promis, die jeden Donnerstag live in Köln vor Publikum sangen, ihrem Publikum Rätsel auf - bis zum Finale, in dem auch die letzten Masken fielen.

Mit Mutzke hat sich nun jener Kandidat als Sieger durchgesetzt, der gesanglich das größte Können zeigte und mit gefühlvollen Balladen die Zuschauerherzen gewann. Doch viel wichtiger als der Sieg sind bei »The Masked Singer« die wilde Raterei - und die Momente der Wahrheit. »Ist doch eigentlich egal, wer gewinnt«, fasste Sänger Adel Tawil zusammen, der das Rateteam in der Finalsendung als Gast unterstützte.

Seine Fans hätten ihn an seinen Knöcheln erkannt, erzählt Komiker Bülent Ceylan, der im Finale seine Engelmaske fallen lassen musste - und daran, wie weit er seine Finger nach hinten biegen könne. »Und da habe ich mich gefragt: Was habe ich für Fetischisten als Fans?« Zuvor hatte sich der von Moderator Daniel Aminati verkörperte Macho-Kudu enttarnen müssen.

Sänger Gil Ofarim, der bis in die letzte Finalrunde galant als Grashüpfer durch die Sendung tänzelte, sagte nach seinem Ausscheiden: »So etwas gibt es nur selten im deutschen Fernsehen.« Und er hat recht - denn ProSieben hat mit seiner Maskenparade etwas geschafft, was schon lange keiner Show mehr im deutschen Fernsehen gelang: Die Show hatte von Folge zu Folge mehr Publikum. Das Finale sahen im Schnitt 4,3 Millionen. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen erreichte der Marktanteil fast 40 Prozent.

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