09. März 2017, 11:44 Uhr

Barcelona-Wunder

Schiedsrichter Deniz Aytekin im Mittelpunkt

Das 6:1 des FC Barcelona im Achtelfinale der Fußball-Champions League gegen Paris St.-Germain wird als Wunder gefeiert. Einige haben jedoch einen Deutschen als Verursacher ausgemacht.
09. März 2017, 11:44 Uhr
Die Spieler des FC Barcelona bejubeln ihren 6:1-Triumph. Der FC Barcelona hat mit dem Sieg gegen Paris Saint-Germain am Mittwoch im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League ein Stück Fußball-Geschichte geschrieben. (Foto: Emilio Morenatti/dpa)

Zwei Elfmeter, einer davon kurz vor Schluss - bei der Wahnsinns-Aufholjagd des FC Barcelona gegen Paris Saint-Germain im Achtelfinale der Fußball-Champions League am Mittwochabend stand auch der deutsche Fußball-Schiedsrichter Deniz Aytekin im Fokus. Zumindest der zweite Strafstoß für Barça, den Neymar zum zwischenzeitlichen 5:1 verwandelte, war äußerst umstritten. "Die Schiedsrichter-Entscheidungen gingen gegen uns und wir haben alles in den letzten Minuten verloren", sagte PSG-Trainer Unai Emery nach der Partie.

Sein Verteidiger Thiago Silva ärgerte sich ebenfalls: "Es soll keine Entschuldigung sein, aber es war kein Foul an Suárez", meinte er auf der Vereinswebsite. Nach einem langen Ball in den Strafraum war der Uruguayer im Zweikampf mit Marquinhos zu Boden gegangen. Zwar hatte es zwischen beiden eine Berührung gegeben, Suárez war jedoch sehr leicht gefallen. Bereits Mitte der zweiten Hälfte hatte der argentinische Angreifer versucht, einen Elfmeter zu schinden. Aytekin hatte den Täuschungsversuch hier jedoch entlarvt und Suárez die Gelbe Karte gezeigt.

"Waren nicht in der Lage, unser Spiel zu spielen"

Trotz des aus seiner Sicht unberechtigten Strafstoßes in der 90. Minute, wollte Thiago Silva den Schiedsrichter nicht für das Ausscheiden in der Champions League verantwortlich machen. "Wir dürfen dem Schiedsrichter nicht die Schuld geben, weil wir nicht in der Lage waren, unser Spiel zu spielen", sagte er.

 
Fotostrecke: Das Fußball-Wunder von Barcelona

 

Der FC Barcelona hat mit dem 6:1-Triumph gegen Paris im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League ein Stück Fußball-Geschichte geschrieben. Erstmals seit Einführung des Europapokals war es einer Mannschaft gelungen, nach einem 0:4 im Hinspiel noch in die nächste Runde einzuziehen. Auch hatten es zuvor nur drei Mannschaften geschafft, überhaupt einen Vier-Tore-Rückstand aufzuholen. In Erinnerung ist da aus deutscher Sicht vor allem das 0:4 von Borussia Mönchengladbach im Rückspiel bei Real Madrid im UEFA-Cup-Wettbewerb 1985/86, nachdem die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes das Hinspiel noch 5:1 gewonnen hatte.

 

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