07. August 2022, 19:51 Uhr

Zu hohe Hürden

07. August 2022, 19:51 Uhr
FLO
Klara Engel trifft für ihre HSG Gedern/Nidda im Testspiel gegen Aldekerj viermal und erzielt sechs Treffer gegen Gastgeber Fritzlar. FOTO: SEZ

FRITZLAR/NIDDA (flo). Ergebnisse in der Vorbereitung, so jedenfalls predigt es Christian Breiler seit Jahren, sind Nebensache, ja im Grunde sogar null und nichtig. Die Deutlichkeit, mit der die Handballerinnen der HSG Gedern/Nidda ohne ihren Trainer beim Turnier in Fritzlar auf die Mütze bekamen, zeigte dann aber zumindest eines sehr klar: Um bis zum Drittliga-Saisonstart am 3. September konkurrenzfähig zu sein, wartet noch einiges an Arbeit auf die Oberhessinnen.

Schlussendlich war es in Fritzlar dann Hanna Rösner, die das Coaching an der Seitenlinie übernahm. Die verletzte Rückraumspielerin ist nach ihrem im Dezember erlittenen Kreuzbandriss derzeit im Aufbautraining. »Für mich geht es zurzeit darum, Muskelaufbau zu betreiben und in eine intensivere Belastung zu kommen. Im Training kann ich manches mitmachen, aber alles nur ohne Körperkontakt«, schildert die 24-Jährige. Eine Rückkehr aufs Parkett muss freilich noch auf sich warten lassen. Also sprang Rösner beim Turnier in Nordhessen kurzerhand als Kommandogeberin ein, da Chefcoach Breiler noch im Urlaub weilte, Co-Trainer Oliver Heßler beruflich verhindert war und HSG-Chef Martin Schindler ebenfalls kurzfristig passen musste.

Was dieses Trio aus der Ferne mitverfolgte, waren zwei deutliche Niederlagen: Gegen den Zweitligaabsteiger TV Aldekerk handelte sich die Spielgemeinschaft ein 18:39 (5:24) ein, gegen den Drittligisten SV Germania Fritzlar ein 22:39 (6:17).

Beide Male hatte Gedern/Nidda gerade im ersten Durchgang wenig entgegenzusetzen, ging jeweils bereits mit einem zweistelligen Rückstand in die Pause.

Die beiden neuen Rückraumspielerinnen Sibylle Droll (insgesamt sechs Tore) und Eva Schneider (insgesamt vier Treffer) feierten ihren Einstand, Sabine Kaiser durfte sich über ihr Comeback freuen.

»Die Ergebnisse klingen krass, aber dafür, dass wir in einer komplett neuen Konstellation gespielt haben, dass wir taktisch zuvor wenig gemacht hatten und dass auch Christian nicht dabei war, war das eigentlich kein schlechter Start. Wir hatten wirklich gute Phasen«, ordnet Rösner ein. »Wir haben gegen zwei gestandene Mannschaften, die schon länger zusammenspielen, gespielt. Wir selbst müssen uns erstmal finden. Da muss man sich von Ergebnissen freimachen.«

Schon am Mittwoch steht das nächste Vorbereitungsspiel an: Um 19.30 Uhr trifft die Breiler-Truppe dann in der Gymnasiumhalle Nidda auf den Zweitligaaufsteiger SG Mainz-Bretzenheim.

HSG Gedern/Nidda gegen Aldekerk (18:39): Petek, Elisath, Heß; Droll (3), Engel (3), Pfaff (2), Oberheim (4), Kaiser, Wäscher (3), Niebergall, Schneider (2), Krauß (1).

HSG Gedern/Nidda gegen Fritzlar (22:39): Petek, Elisath, Heß; Droll (3), Engel (6), Pfaff (1), Oberheim (4), Kaiser, Wäscher (5), Niebergall, Schneider (2), Krauß (1).



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