09. März 2022, 17:40 Uhr

Germania sucht Böning-Nachfolger

09. März 2022, 17:40 Uhr
FSR
Bis zum Saisonende bleibt Benjamin Böning (rechts) dem Büdinger Kreisoberligisten FC Germania Ortenberg noch als Spielertrainer erhalten. FOTO: SCHÖNBRUNN

Der abstiegsbedrohte Fußball-Kreisoberligist FC Germania Ortenberg befindet sich für die neue Saison 2022/23 auf Trainersuche. Der bisherige Spielertrainer Benjamin Böning wird am Rundenende sein Amt abgeben. »Ich war sieben Jahre lang Kapitän des Teams und jetzt knapp drei Jahre Trainer. Ich denke der Mannschaft würde ein neuer Impuls von außen guttun«, begründet der 37-jährige Pädagoge seine Entscheidung.

Den aktuellen Abstiegskampf wollen Verein und Trainer bis Juni gemeinsam meistern.

»Natürlich sind wir mit dem aktuellen Tabellenbild nicht zufrieden, doch wir wussten vor der Saison, dass wir aufgrund einiger Abgänge vor einer schweren Saison stehen. Unabhängig des Ist-Zustands sind wir mit der Arbeit von Benjamin Böning sehr zufrieden und bedauern seine Entscheidung«, meint der Germania-Vorsitzende Florian Radeck.

Der scheidende Coach wird dem Verein nach eigener Aussage selbstverständlich verbunden bleiben, möchte seine sportliche Zukunft aber aus privaten Gründen zum jetzigen Zeitpunkt noch offen lassen. Der in Ortenberg lebende Offensivspieler hatte im Oktober 2019 nach der Trennung von Patrick Falk die Trainingsleitung bei der Germania übernommen. »Durch den einen oder anderen Abgang hat die Qualität des Kaders in den vergangenen Jahren zwar etwas gelitten, doch ich hinterlasse eine intakte Mannschaft, die sich durch eine gute Gemeinschaft auszeichnet«, sagt Böning. Ziel des Vereins müsse es sein, die personelle Situation in den nächsten Jahren wieder zu verbessern.

Die kurzfristigen Zukunftsplanungen laufen beim Traditionsverein derweil auf Hochtouren. »Angesichts der vielen möglichen Absteiger in dieser Saison wäre es ja töricht, wenn wir nicht ins Kalkül ziehen würden, dass es für uns in der kommenden Saison auch in der Kreisliga A weitergehen könnte«, erklärt Florian Radeck.

Gesucht wird demnach ein Trainer, der auch einen Neustart im Abstiegsfall begleiten würde. Den Verbleib in der Kreisoberliga haben die Verantwortlichen trotz der unglücklichen 0:1-Last-Minute-Niederlage zum Rückrundenauftakt bei der SG Wolferborn/Michelau/Bindsachsen aber noch lange nicht abgeschrieben.

Die Trainersuche beim neuen Kreisoberliga-Schlusslicht hat begonnen. »Erste Gespräche wurden bereits geführt, weitere sollen folgen«, erzählt Florian Radeck. Einen Schnellschuss schließt der Vorsitzende aus. Ob künftig ein Spielertrainer in der Verantwortung steht, oder aber ein erfahrener Coach an der Seitenlinie das Zepter schwingt, sei ebenfalls offen. »Wichtig ist, dass der künftige Trainer zum Verein passt und sich mit seiner Aufgabe und den Zielen und Werten des Vereins identifiziert«, erklärt Radeck abschließend.



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