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TuBa geht auf Schwanenjagd

Pohlheim/Gießen (tsu). Als Schiedsrichter Sven Marquardt die Pfeife in den Mund nahm und das Spiel ausgerechnet in diesem Moment für beendet erklärte, konnte es Ahmet Marankoz nicht fassen. Der Stürmer des Verbandsligisten FC TuBa Pohlheim war stocksauer - und das nach einem total ungefährdeten 7:1-Kantersieg über Germania Schwanheim. Was geschehen war? Der Unparteiische hatte mitten in einem viel versprechenden Konter der Pohlheimer abgepfiffen. Dreierpacker Marankoz sah sich im Kampf mit Orkun Zer (FV Biebrich) um die Torjägerkanone der Chance auf einen weiteren Treffer beraubt.
22. Mai 2022, 20:17 Uhr
ASD
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Lebende Slalomstangen: Antonyos Celik lässt gleich zwei Schwanheimer stehen. Foto: Schepp

Pohlheim/Gießen (tsu). Als Schiedsrichter Sven Marquardt die Pfeife in den Mund nahm und das Spiel ausgerechnet in diesem Moment für beendet erklärte, konnte es Ahmet Marankoz nicht fassen. Der Stürmer des Verbandsligisten FC TuBa Pohlheim war stocksauer - und das nach einem total ungefährdeten 7:1-Kantersieg über Germania Schwanheim. Was geschehen war? Der Unparteiische hatte mitten in einem viel versprechenden Konter der Pohlheimer abgepfiffen. Dreierpacker Marankoz sah sich im Kampf mit Orkun Zer (FV Biebrich) um die Torjägerkanone der Chance auf einen weiteren Treffer beraubt.

FC TuBa Pohlheim - Germ. Schwanheim 7:1

Sein Trainer Josef Jacob verstand den Ärger des Goalgetters, bewertete aber natürlich das große Ganze: »Schwanheim war erschreckend schwach. Bei den sommerlichen Temperaturen haben wir das souverän gelöst. Wenn wir den einen oder anderen Angriff noch besser ausspielen, können wir vielleicht noch ein, zwei Tore mehr erzielen. Aber bei einem 7:1 will ich mich nicht beschweren.«

Mit diesem Erfolg sind die Aussichten der Jacob-Elf, in der Endabechrechnung der Verbandsliga Mitte auf Rang drei zu landen, gestiegen. Und ganz nebenbei bescherte die Truppe aus Holzheim ihrem nimmermüden Routinier Gino Parson mit dem Dreier ein passendes Geschenk zu dessen 43. (!) Geburtstag.

Die Pohlheimer ließen gegen die Gäste, die unmittelbar vor dem Abstieg stehen, von Beginn an überhaupt keine Zweifel an der Rollenverteilung aufkommen. Schon in Minute drei köpfte Kevin Rennert die Hereingabe von Marankoz zur Führung in die Maschen. Neun Zeigerumdrehungen darauf verwertete Mathay Göktas das feine Zuspiel von Mike Bathomene per Lupfer zum 2:0. TuBa hatte auch in der Zeit danach keine Probleme mit den Schwanheimern, nur blieben jetzt nennenswerte Abschlussaktion zunächst einmal aus. Genau gesagt bis zur 33. Minute, als der Schuss von Marankoz von der Linie gekratzt wurde. Den Treffer holte er wenig später jedoch nach - auf Vorarbeit von Göktas (37.).

Drei Elfmeter und ein Eigentor

Im zweiten Abschnitt musste erstmals TuBa-Keeper Mustafa Yaman eingreifen, in die Bredouille geriet er beim Freistoß Robin Horsts gleichwohl nicht (52.). Auf der anderen Seite beförderte Laurent Kenne Wa die Kugel an den Pfosten des eigenen Gehäuses, ehe hüben wie drüben aus zwei Handelfmetern Tore resultierten: Marankoz verwandelte souverän für die Hausherren (60.), Horst besorgte für die Germania das 1:4 (64.). Zwischendurch hatte der Kopfball von Marankoz die Latte geküsst (62.). Es war im Anschluss an einen Angriff über die linke Seite ein Eigentor, mit dem TuBa auf 5:1 stellte (67.).

Das halbe Dutzend machte erneut Marankoz, der einen an Rennert verursachten Foulelfmeter verwandelte (75.), voll. Die schönste Bude sollte die letzte werden. Antonyos Celik beförderte das Leder aus 16 Metern zum Endstand in den Winkel (89.).

FC TuBa Pohlheim: Yaman - Bathomene (73. Nohman), Sidon (64. Hamann), Chabou, Klotz, Parson, Celik, Rennert, Göktas (71. Abrohom), Krasniq, Marankoz.

Germania Schwanheim: Meißner - Bilen (46. Reljic), Douh, Kenne Wa, Kiefer, Horst, Brämer (46. El-Saba), Rodriguez (46. El Bohaddayni), Naimi, Nakajima, Caltagirone.

Tore: 1:0 Rennert (3.), 2:0 Göktas (12.), 3:0 Marankoz (37.), 4:0 Marankoz (60., Handelfmeter), 4:1 Horst (64., Handelfmeter), 5:1 Eigentor (67.), 6:1 Marankoz (75., Foulelfmeter), 7:1 Celik (89.). - Schiedsrichter: Marquardt (Taunusstein). - Zuschauer: 130.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/sport/lokalsport_test/anzg/tuba-geht-auf-schwanenjagd;art5093,810868

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