25. September 2022, 20:36 Uhr

Spannendes Finish, kein Happy End

25. September 2022, 20:36 Uhr
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Aus der Redaktion
Die Reutlinger Verteidigung ist nur schwer zu knacken, die Suche nach einer Anspielstation gestaltet sich für Johannes Lischka entsprechend schwierig.

Mit 67:69 (34:44) musste sich Lich Basketball in der 1. Regionalliga Südwest am Samstagabend der TSG Reutlingen geschlagen geben. LB-Coach Viktor Klassen war eigentlich nur mit dem dritten Viertel voll zufrieden. Es war die zweite Niederlage im zweiten Spiel für das Aufstiegsteam - und die erste Partie vor heimischen Publikum. In der pickepackevollen Dietrich-Bonhoeffer-Halle herrschte denocch eine ausgelassene Stimmung.

Lich Basketball - TSG Reutlingen 67:69

Reutlingen kam erst zwanzig Minuten vor Spielbeginn an. Ein Stau hatte die Anfahrt der Baden-Württemberger verzögert. Desto fokussierter gingen die Gäste ans Werk und spielten in der ersten Hälfte ihren Stiefel routiniert runter. »Wir agierten nervös, lagen zur Halbzeit mit zehn Punkten zurück«, fasste Headcoach Viktor Klassen den 34:44-Pausenrückstand zusammen. »Wir waren nicht wirklich präsent. Irgendwie war eine Sperre drinnen.«

Die Worte des Licher Urgesteins zeigten dann aber Wirkung. »Ich habe gesagt, dass wir die Aggressivität hochhalten müssen.« Ein 11:2-Lauf brachte das 46:46 zur Viertelmitte. Lich blieb konzentriert. »Da waren wir echt dominant«, lobte Klassen das Power Play seiner Mannschaft. Ein ums andere Mal kombinierten sich die Mittelhessen erfolgreich zum gegnerischen Korb. Zum Ende des dritten Abschnitts musste Klassen allerdings durchwechseln. Zum Verhängnis wurden die Foulprobleme von Guard Kevin Hoxhallari, der in Abwesenheit des verletzten Nils Pompalla das Spielgeschehen leitete. Immer wieder mussten Felix Schweizer und Rene Keller aushelfen. Hoxhallari war schließlich nach nur 18 Spielminuten mit fünf Fouls raus aus dem Spiel.

Das hatte Auswirkungen auf die dramatischen Geschehnisse des letzten Durchgangs. Ab dem 67:65 zur Viertelmitte erzielte Lich keinen Korb mehr. Yannik Ribbecke wurde von Reutlingens Nick Mosley am Brett abgeräumt. Der neuverpflichtete Johannes Lischka tankte sich kurz darauf ebenfalls zum Korb durch und versuchte, gegen Mosley abzuschließen. Alle Zuschauer in der Bonhoeffer-Halle sahen ein Foul, der Pfiff des Schiedsrichtergespanns blieb allerdings aus. Schließlich war es noch Schweizer, der in der Schlussminute per Layup den Ausgleich auf der Hand hatte, aber vergab. Danach musste sich Lich auf taktische Fouls verlegen, die Reutlingen nicht aus dem Konzept brachten.

»Es war eine unglückliche Niederlage, die wir uns selbst eingebrockt haben«, so Klassen selbstkritisch. Ein gutes Viertel reiche auf diesem Level nicht. »Wir müssen das jetzt aufarbeiten und die zwei Niederlagen schnellstmöglich aus dem Kopf kriegen.«. Mit Bensheim wartet gleich am kommenden Samstag (18 Uhr) auswärts ein weiteres Schwergewicht der Liga.

Lich hat seine Konkurrenzfähigkeit in der ersten Regionalliga unter Beweis gestellt, muss dies jetzt aber durch Punktgewinne unterstreichen. Mit der Leistung des dritten Viertels gegen Reutlingen müssen sich die Bierstädter gewiss vor keinem Team der Liga verstecken.

Lich Basketball: Hoxhallari, Chromik, Sann, Kotulla, Keller (6), Wagner (10), Schweizer (10), Roith (2), Ribbecke (14), Jakob, Lischka (25).



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