21. August 2022, 18:21 Uhr

Neue sammeln nicht nur Erfahrung

21. August 2022, 18:21 Uhr
AMP
Ein neuer Trumpf im grün-weißen Spiel: HSG-Neuzugang Radojica Cepic beim Wurf. Foto: Röczey

. Handball-Nostalgiker werden vielleicht anmerken, dass früher mehr Lametta war, wenn im Lokalderby des Linden-Cups die HSG Wetzlar und der TV Hüttenberg aufeinander trafen. Mehr Spannung, mehr Dramatik, mehr Einsatz, mehr Kampfkraft, mehr Zuschauer und mehr Begeisterung auf den Rängen. Doch das ist Vergangenheit.

Der 29:21 (14:10)-Erfolg des Erstligisten aus Wetzlar gegen die klassentieferen Hüttenberger hat dokumentiert, dass die Veränderungen im Laufe von mehr als drei Jahrzehnten Turnierspiele auch vor dem traditionsreichen Nachbarschaftstreffen nicht halt gemacht haben.

Die ganz große Luft ist raus aus dieser Partie. Die jüngsten 60 Spielminuten in der Stadthalle Linden waren einmal mehr und in erster Linie ein Vorbereitungsspiel beider Mannschaften im Blick auf die in Kürze beginnende Saison 2022/23.

Ein wichtiges zwar, aber eines von mehreren. Und so wechselten die beiden Trainer auch ihr Personal munter durch. So ließ HSG-Coach Ben Matschke nach dem zwischenzeitlichen Aufschließen des TVH auf 23:20 durch Joel Ribeiro in der 51. Minute weiter eine Formation mit fünf Neuzugängen den Sack zum sicheren Sieg zumachen.

Deshalb verwundert auch nicht, dass neben Domen Novak (6/4 Tore) und Emil Mellegard (4) die für diese Spielzeit neu gekommenen Radojica Cepic mit sieben und Hendrik Wagner mit fünf Treffern den Löwenanteil an Torerfolgen für die Grün-Weißen verbuchten. »Ich bin zufrieden. Wir haben beide Halbzeiten gewonnen und nur 21 Gegentore kassiert. Es war wichtig, dass in der zweiten Halbzeit unsere Neuzugänge Erfahrungen sammeln konnten«, gab später HSG-Trainer Ben Matschke zu Protokoll.

Auf der anderen Seite gab TVH-Übungsleiter Johannes Wohlrab in dieser Phase ebenso der bisherigen zweiten Reihe oder neu verpflichteten Akteuren wie David Kuntscher und Paul Kompenhans die Möglichkeit, weitere Erfahrungen in der neuen Umgebung zu sammeln. Bezeichnend für die mannschaftliche Ausgeglichenheit beim Zweitligisten, dass kein Spieler in der Endabrechnung mehr als drei Tore auf seinem Konto hatte und die Treffer breit verteilt waren. »Wir hatten eine kleine Durchhängerphase, als wir zu viele Bälle verworfen haben. Danach haben wir aber eine tolle Moral bewiesen und sind wieder bis auf drei Tore herangekommen«, gab sich auch Wohlrab zufrieden.

Letztendlich zeigten sich aber beide Teams gerüstet für den Beginn der Pflichtspiele. Für den TVH geht es schon am Samstag (19.30 Uhr, Sportzentrum Hüttenberg) im DHB-Pokal los mit der Begegnung gegen den Ligarivalen ThSV Eisenach, für die HSG am 1. September (Donnerstag) mit einem Bundesliga-Gastspiel beim HC Erlangen.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos