25. September 2022, 17:21 Uhr

Mukasas Doppelpack sorgt für die Wende

25. September 2022, 17:21 Uhr
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Aus der Redaktion

Die Geduld und Beharrlichkeit des FSV Fernwald wurden am Samstag am Ende belohnt. Durch zwei Tore von Brian Mukasa konnte die Elf von Trainer Daniyel Bulut im Hessenliga-Spiel gegen den SV Neuhof einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Erfolg drehen. Der entscheidende Treffer der Hausherren, die damit mit 17 Zählern auf den achten Tabellenrang vorrücken, fiel dabei in der Nachspielzeit.

FSV Fernwald - SV Neuhof 2:1

»Dreckige Siege sind die geilsten Siege - und dieser Sieg war richtig dreckig. Ich wäre nach dem Spielverlauf mit einem Punkt zufrieden gewesen. Am Ende haben wir einen glücklichen Dreier geholt, den wir gerne mitnehmen. Glück muss man sich aber erarbeiten. Die Mannschaft hat bis zum Schluss an sich geglaubt und ist nach dem Rückstand toll zurückgekommen«, sagte Bulut.

Der FSV-Trainer baute (fast) auf die gleiche Startelf, die zuletzt mit 2:1 in Griesheim gewonnen hatte. Lediglich Nicolas Strack ersetzte den verletzten Yannik Grönke. Dabei hatte die Bulut-Elf durch einen Schuss aus spitzem Winkel durch Julian Bender die erste Gelegenheit (4.). Tom Woiwood scheiterte darauf nach einem Pass von Erdinc Solak an SV-Keeper Vladan Grbovic (12.).

In der Folgezeit bekamen die Gäste aber ein optisches Übergewicht. Ein Schuss aus halbrechter Position von Mirza Kovac konnte Pierre Kleinheider gerade noch mit einer Faust zur Ecke lenken (16.). Bei einem Distanzschuss von Nireas Igkmpinompa zeigte sich der FSV-Torhüter ebenfalls auf dem Posten (24.). Die Hausherren fanden gegen die gut gestaffelte Gästeabwehr kaum Lücken und mussten immer wieder den Weg über Louis Goncalves, Johannes Hofmann oder Elmir Muhic in der Abwehr nehmen. Für deren Diagonalbälle fanden sich aber keine Abnehmer. »Zeigt euch, ihr steht nur«, rief Bulut seinen Mannen Mitte der ersten Halbzeit zu. In dieser Phase hatte der FSV Glück, dass die Gäste die vereinzelten Unsicherheiten in der Abwehr der Fernwälder bei ihren Kontern nicht gewinnbringend nutzen konnten. So ging es torlos in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel traten Erdinc Solak und Co. zunächst dominanter auf. Dennoch ging der Schuss nach hinten los, als der SV nach einem vermeintlichen Handspiel von Julian Bender zwar zunächst einen Strafstoß einforderte, dann aber im Gegensatz zu den Hausherren blitzschnell weiterspielte, als der Pfiff des umsichtig leitenden Schiedsrichter Christian Steib ausblieb. David Costa Sabate nutzte die flache Hereingabe von Benjamin Gärtner, um das Leder zum 0:1 in die Maschen des FSV-Netzes zu drücken (58.). »Da haben wir die entscheidenden Sekunden zu lange geschlafen«, sah Bulut seine Elf unnötigerweise im Hintertreffen. Der Gegentreffer wirkte zunächst wie ein Schock, denn außer einem Fernschuss von Solak, der über das SV-Gehäuse strich (65.), deutete nichts auf einen Ausgleich hin. Letztlich war es eine Energieleistung von Brian Mukasa, der die Hausherren jubeln ließ. Nach einem energischen Solo an der gegnerischen Grundlinie sprang sein Schuss aus spitzem Winkel vom Bein eines Gästeakteurs zum 1:1 ins Netz (74.). Als Vladan Grbovic kurz vor Schluss einen halbhohen Schuss von Nicolas Strack mit einer Flugparade entschärfte schien alles auf ein Remis hinauszulaufen. Beide Trainer wären mit einer Punkteteilung sicher auch zufrieden gewesen. Während Gästetrainer Alexander Bär sein komplettes Auswechselkontingent nutzte, um Zeit von der Uhr zu holen, ärgerte sich Bulut, als die FSV-Bank einen vom Schiedsrichter angeforderten neuen Ball zu schnell aufs Spielfeld warf. Kurz darauf ging der FSV-Trainer aber voller Adrenalin steil und war der erste Gratulant von Brian Mukasa, der in der Nachspielzeit eine Flanke von Julian Bender per Kopf zum 2:1-Siegtreffer über die Linie bugsiert hatte (90. +2). »So schnell bin ich selbst in meiner aktiven Fußballer-Laufbahn nicht gewesen. Es ist ein Wunder, dass ich mir keine Zerrung geholt habe«, sagte Bulut mit einem Siegerlächeln im Gesicht.

FSV Fernwald: Kleinheider; Bender, Goncalves, Muhic, Burger (ab 52. Hendrich), Schäfer (ab 70. Dursun), Mukasa, Hofmann, Solak, Strack (ab 89. Dervishi), Woiwood.

SV Neuhof: Grbovic; Peaz, Pandov, Igkmpinompa, Mirza Kovac (ab 90. Baldeh Baldeh), Perez, Williams (ab 71. Mendes Ferrareze), Gärtner, Shani (ab 76. Menezes Nunes), Akif Kovac (ab 74. Somov), Costa Sabate (ab 62. Fahrudin Kovac).

Tore: 0:1 (58.) Costa Sabate, 1:1 (74.) Mukasa, 2:1 (90. +2) Mukasa. - Schiedsrichter: Steib (Dortelweil). - Zuschauer: 180. - Gelbe Karten: Hofmann / Paez, Pandov, Sosa Perez.



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