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Erst Rahmani beruhigt die Gemüter

. Mit viel Trubel und Getöse ist der FC TuBa Pohlheim in die laufende Saison der Fußball-Verbandsliga Mitte gestartet - positiv war wenig. »Deine Zeit hier ist in spätestens 14 Tagen vorbei«, hatte damals Rückkehrer Kevin Rennert nach der 1:3-Auftaktpleite gegen den SV Niedernhausen verbal gegen seinen damaligen Coach Volker Münn ausgeholt. Dieses Versprechen hielt nur einen Tag - Münn musste gehen.
04. März 2022, 17:20 Uhr
DHN
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Einer von zwei Neuen im TuBa-Trikot: Michael Ray Bathomene. Foto: Schepp

. Mit viel Trubel und Getöse ist der FC TuBa Pohlheim in die laufende Saison der Fußball-Verbandsliga Mitte gestartet - positiv war wenig. »Deine Zeit hier ist in spätestens 14 Tagen vorbei«, hatte damals Rückkehrer Kevin Rennert nach der 1:3-Auftaktpleite gegen den SV Niedernhausen verbal gegen seinen damaligen Coach Volker Münn ausgeholt. Dieses Versprechen hielt nur einen Tag - Münn musste gehen.

»Wir sind damals schlecht gestartet, keine Frage«, blickt der heutige Spielertrainer Josef Jacob auf diese turbulente Zeit zurück. Warum es damals im TuBa-Lager derart rumorte, lässt der 31-Jährige jedoch offen. Er wolle nicht nachtreten, so sagt er. Nur so viel: »Es hat von Anfang an nicht gepasst. Schon unsere Saisonvorbereitung war schlecht.« Die Folge: Statt nach oben geht es nach der Folgeniederlage beim VfB Marburg (1:4) in den Tabellenkeller. Gino Parson und Pierre Chabou haben zu dieser Zeit alle Hände voll zu tun, als Interimstrainer die Mannschaft wieder aufzubauen.

Mit dem ersten Saisonsieg über Eltville (2:1) und dem Remis in Schwanheim (1:1) rehabilitiert sich das Team allmählich. Doch erst mit Rückkehrer Sherwin Rahmani hält bei TuBa schließlich endgültig die Konstanz Einzug. Neun Partien in Serie bleibt Pohlheim ohne Niederlage, sammelt dabei 21 Punkte - darunter der 9:0-Kantersieg über die Reserve des FC Gießen. »Gino und Pierre haben uns körperlich wieder fit gemacht. Da hatte es Sherwin dann sehr leicht«, so Jacob. Bis zur Winterpause klettert TuBa auf Rang vier, bis zum Primus TSV Steinbach II fehlen jedoch neun Zähler.

Ob dieser Rückstand noch einmal in Angriff genommen werden soll? »Das wird vermutlich nicht mehr gehen. Die Steinbacher Reserve wird sich das nicht mehr nehmen lassen«, schätzt Coach Jacob die Situation ein. Zwar solle man niemals nie sagen, doch sei der Pohlheimer Kader mittlerweile zu dünn besetzt.

Viele Ausfälle zu verkraften

Denn: Ariel Szymanski und Sven Kusebach haben aus privaten Gründen ihre Fußballschuhe vorerst an den Nagel gehangen. Weiterhin fehlen Antonyos Celik, Eduardo Dursun, Pierre Chabou, Nelson Delzer sowie Helmut Schäfer langzeitverletzt. »Das sind alles Spieler, die nominell in der ersten Elf stehen«, verdeutlicht Jacob die Misere. »Für einen Angriff auf die Spitze fehlt es uns entsprechend in der Breite.« Dem stehen nur die Neuzugänge Michael Ray Bathomene und Ruben Hamann gegenüber. »Unser Ziel ist es daher, unter den ersten acht oder neun Mannschaften zu landen.« Mehr sei Jacobs Ansicht nach nicht möglich. Mit zwölf Zählern Vorsprung erscheint diese Aufgabe mehr als nur machtbar.

Dennoch: Ein Sieg beim FV Breidenbach (Sonntag, 15 Uhr) würde die Sache wesentlich vereinfachen, wenngleich es gegen den Rangsiebten zuletzt wenig zu holen gab. Im Hinspiel trennten sich beide mit 2:2, in der vergangenen Saison unterlagen die Tubaner im westlichen Hinterland mit 1:3. »Es ist gibt angenehmere Aufgaben, als dort zu spielen«, schätzt Josef Jacob die Lage ein. Zumal Routinier Gino Parson gelbrot-gesperrt zuschauen muss. »Nehmen wir einen Punkt mit, bin ich zufrieden.«

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