27. Januar 2021, 12:00 Uhr

Tischtennis

TTC OE Bad Homburg: Mit Trainer-Koryphäe unter die Top Vier

Der TTC OE Bad Homburg kann Helmut Hampl für eine Zusammenarbeit gewinnen. Langfristig wird der Aufbau eines Tischtennis-Leistungszentrum angestrebt.
27. Januar 2021, 12:00 Uhr
Helmut Hampl will den TTC OE Bad Homburg zu einem Topverein entwickeln.

Am Sonntag hatte es noch lange Gesichter gegeben beim TTC OE Bad Homburg, ging doch die Partie gegen den PSV Mühlhausen flugs mit 0:3 verloren, somit sitzt das Team auf dem letzten Platz der Tischtennis-Bundesliga fest. Was viel bedeutender für den Klub ist, gab der Verein am Montag bekannt: Die Ober-Erlenbacher einigten sich mit der Trainer-Koryphäe Helmut Hampl auf eine Zusammenarbeit. Und an Ambitionen mangelt es dabei nicht. »Die ersten vier, fünf Plätze sind unser langfristiges Ziel«, betont der Sportliche Leiter Sven Rehde. Ganz unabhängig davon, ob der Klassenerhalt in dieser Saison geschafft wird oder nicht.

Ab dem 1. Juli bilden Rehde und Hampl offiziell den Sportvorstand bei den Homburgern. Doch bereits ab sofort, gerade in der heißen Phase bei den Vertragsverhandlungen mit Spielern, dürfte Hampl zumindest im Hintergrund Impulse geben. Allein schon die Tatsache, dass der 68-Jährige für den TTC OE agieren wird, macht den Verein spürbar interessanter - freilich auch für Sponsoren.

Hampl erklärt, er wolle »den TTC OE Bad Homburg zu einem der Topvereine entwickeln«. Bis 31. Dezember hatte er noch als Cheftrainer des Deutschen Tischtennis-Zentrums (DTTZ) in Düsseldorf gearbeitet.

Um die Ziele zu verwirklichen, hat der Verein einiges vor. »Wir wollen langfristig ein Leistungszentrum aufbauen«, sagt Hampl. Wenn ihm Ähnliches gelingen sollte wie seinerzeit beim TTV Gönnern - »wäre toll«. Damals als Cheftrainer führte Hampl den Club aus der westhessischen Gemeinde Angelburg zu zwei Erfolgen in der Champions League (2005, 2006) und zwei nationalen Pokalsiegen (1998, 2002). An der Spitze des TTV stand Timo Boll, den Hampl zu einem Weltklassespieler formte.

Davon ist der TTC OE freilich noch weit entfernt. Zudem geht es darum, den hohen Anforderungen eines Leistungszentrums entsprechend in der Wingert-Sporthalle trainieren zu können, eben die Strukturen weiter zu professionalisieren. »Mit der Stadt Bad Homburg wird es noch Gespräche geben«, sagt der in Schwalbach lebende Offenbacher zu diesem Thema. Für die Stadt sei laut Hampl das Leistungszentrum »ein Prestigeobjekt«.

Hampl wird laut eigener Aussage nicht ins Tagesgeschäft, also ins Training, eingreifen, sondern für die Sichtung und den Aufbau von Talenten verantwortlich sein. Idealerweise werden diese an die Bundesliga-Mannschaft herangeführt, für die Rehde weiterhin verantwortlich ist. Talente aufzubauen, ist auch eine kostengünstigere Angelegenheit, als Stars zu verpflichten. Intern wäre Tayler Fox ein Kandidat für einen solchen perspektivischen Verlauf.

Doch nicht nur das Aushängeschild des Clubs, der seit Jahren vor allem auf internationale Youngster setzt, soll besser auf der deutschen Tischtennis-Karte platziert werden. Auch die 2. Mannschaft gelte es intensiver zu fördern. "Wir brauchen einen soliden Unterbau", schwebt Rehde vor, auf lange Sicht bis in die 3. Bundesliga vorzupreschen. Derzeit nimmt der TTC OE II mit Helmut Hampls Sohn Björn die Spitzenposition der Oberliga Hessen ein.

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