24. Juni 2021, 07:00 Uhr

Fussball

Traiser FC: Wie ein Trainer-Trio Aufbruchstimmung erzeugen will

Andreas Wirth, Fred Hoppe und Sebastian Müller wollen dem Fußball-A-Ligisten Traiser FC eine neue Philosophie vermitteln.
24. Juni 2021, 07:00 Uhr
Abteilungsleiter und Teil des Trainer-Teams beim Traiser FC: Andreas Wirth. Er hatte die Mannschaft bereits in der Vergangenheit gecoacht. FOTO: CHUC

Aufbruchstimmung am Traiser Wäldchen: Nach dem schwachen Abschneiden in den vergangenen beiden Spielzeiten gehen die A-Liga-Fußballer aus dem Münzenberger Stadtteil in der kommenden Saison neue Wege auf der Trainerposition und wollen damit an erfolgreichere Zeiten anknüpfen. Mit Andreas Wirth, Fred Hoppe und Sebastian Müller soll in Zukunft ein Dreiergespann die Geschicke der Geißböcke leiten.

Wirth trainierte die Mannschaft in der Rückrunde der Saison 2014/15 schon einmal erfolgreich und war zuvor bei der SG Obbornhofen/Bellersheim (2002 bis 2004) und beim FC Cleeberg (2005 bis 2013) tätig. Hoppe stand bereits dreimal (1988 bis 1991, 1998 bis 2004 und 2011 bis 2014) auf der Traiser Kommandobrücke und leitete in der Vergangenheit auch die Geschicke der SG Obbornhofen/Bellersheim, des VfR Lich, des SV Hoch-Weisel und des VfR Butzbach. Zudem war er Teil des bis dato letzten Trainergespanns, das es beim nördlichsten Klub des Fußballkreises Friedberg gab. In den Jahren 1988 bis 1991 bildete er gemeinsam mit Egon Antmansky ein Trainerduo in Trais. Komplettiert wird das Trio von Trainer-Neuling Sebastian Müller, der auch weiterhin als Spieler fungieren wird, sofern es sein Gesundheitszustand zulässt. Wie den Blau-Gelben der Weg zurück zu sportlichem Erfolg gelingen soll, erklärt Andreas Wirth im Interview mit unserer Redaktion.

Andreas Wirth, Sie sind als Fußball-Abteilungsleiter des TFC nun Teil des Trainerteams und werden die Geschicke der Mannschaft in Zukunft von der Seitenlinie aus lenken. Wie kam es dazu?

Unser bisheriger Spielertrainer Patrice Krämer hat sich dazu entschlossen, eine neue sportliche Herausforderung beim SV Germania Ockstadt zu suchen. Die Entscheidung kam für uns überraschend, dennoch akzeptieren wir sie natürlich. Für uns als Verantwortliche hat sich die Suche nach einem neuen Trainer in den letzten Monaten als sehr schwierig herausgestellt. Wir haben trotz langer Suche nicht den passenden Übungsleiter für uns gefunden. Daher haben wir uns dazu entschieden, selbst die Verantwortung zu übernehmen und eine interne Lösung zu finden.

Gemeinsam mit Fred Hoppe und Sebastian Müller bilden Sie in der kommenden Saison das Traiser Trainer-Trio. Wer gehört noch zum Team?

Fred, Sebastian und ich teilen uns die Aufgaben untereinander, wobei wir uns als Trainerteam auf Augenhöhe verstehen. Unsere Stimmen sind alle gleich gewichtet. Neuzugang Benjamin Timm war bis zum vergangenen Winter Stürmer bei der SG Ulfa/Langd und wird als Trainer der zweiten Mannschaft fungieren. Und unser Torwarttrainer Sascha Block wird für die Torhüter Maximilian Weiss, Felix Wirth und Andreas Kattenberger zuständig sein, was für mich persönlich sehr wichtig ist.

Platz 15 in der Saison 2019/20 und Platz 14 in der Saison 2020/21 können für Sie keine zufriedenstellenden Resultate gewesen sein. Wie soll sich das in Zukunft ändern?

In der jüngeren Vergangenheit haben wir uns nicht gerade mit Ruhm bekleckert. In der Saison 2019/20 wären wir möglicherweise sogar abgestiegen. Man kann sagen, die Saisonabbrüche waren für uns sicherlich kein Nachteil. Im ersten Drittel der vergangenen Saison war die sportliche Leistung in Ordnung, der Erfolg hat sich aber trotzdem nicht einstellen wollen. Nun wollen wir das, was in den vergangenen anderthalb Jahren nicht gut gelaufen ist, besser machen. Dafür gehen wir mit einer neuen Spielphilosophie an die Sache heran, wobei es in erster Linie um Laufwege gegen den Ball, Pressing, Ballgewinn und unser Spiel nach vorne geht. In diesen Bereichen wollen wir uns deutlich verbessern. Ballgewinn und Umschaltspiel waren in der Vergangenheit die Stärken des Traiser FC, darauf sollten wir uns wieder berufen. In den vergangenen beiden Spielzeiten haben wir oft mit zu wenig Tempo und zu risikolos gespielt.

Gibt es auch auf dem Platz personelle Veränderungen im Hinblick auf die kommende Saison?

Nicht mehr im Kader werden neben Patrice Krämer auch der schon in der Winterpause abgewanderte Jonas Schäfer sein, der zurück zur SG Obbornhofen/Bellersheim gewechselt ist. Neu dazugekommen sind die Jugendlichen Joel Fenchel, Robin Kasper, Lucio Bingel, Lars Fett, Julius Schreiber, Marco Niesner, alle vom JFV Wetterau, sowie Tom Schepp von der JSG Lich/Hungen und Nils Schmidt aus Ober-Widdersheim.

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