28. Mai 2021, 07:00 Uhr

Fussball

SV Nieder-Wöllstadt: Gruppenliga-Aufstieg ist das Ziel

Im 2023 feiert der SV Nieder-Wöllstadt sein 100-Jähriges. Die »Roten« möchten bis dahin in der Fußball-Gruppenliga spielen. Den Weg soll Trainer Markus Poich aufzeigen.
28. Mai 2021, 07:00 Uhr
Freudentänzchen: Mevla Yigit (Nr. 9) und Patrick Wüst haben mit dem SV Nieder-Wöllstadt zum Zeitpunkt des Saisonabbruchs die Tabelle der Kreisoberliga angeführt. FOTO: KESSLER

Es tut sich was rund um das Sportgelände des Fußball-Kreisoberligisten SV 1923 Nieder-Wöllstadt. Zum einen sind die Funktionäre bereits in den Vorbereitungen für das 100-jährige Vereinsjubiläum im übernächsten Jahr, zum anderen schreiten die Umbaumaßnahmen am Kabinentrakt der »Roten« weiter voran. »Hier sind wir so gut wie auf der Zielgeraden. Unser neues Vereinsheim bekommt nun endlich vier Kabinen mit Duschen, was absolut zeitgemäß ist. Wir hoffen, dass wir Ende Juli mit den Baumaßnahmen fertig sind und die Kabinen einweihen können«, sagt Spielausschussmitglied Walter Nebel zum Baufortschritt des neuen »Schmuckkästchens« an der Friedberger Straße.

Einhergehend mit der Aufwertung der Infrastruktur soll auch der sportliche Weg weiter nach oben zeigen. Schon in der abgebrochenen Runde 2020/21 war man auf einem guten Weg. Lediglich am ersten Spieltag blieb Nieder-Wöllstadt bei einer 0:4-Niederlage im Gemeindederby ohne Punkte. Danach zeigte die Truppe keine Schwäche mehr und grüßte bei Abbruch nach neun Spielen ohne Niederlage mit 21 Punkten (Quotient 2,1) von der Spitze. »Zu Recht«, wie Nebel meint: »Mit dem treffsichersten Sturm der Liga wollen wir uns auch in Zukunft im oberen Drittel etablieren. Wer weiß, wo die Reise hingeht? Im Hinblick auf unser im Jahr 2023 anstehendes 100-jähriges Jubiläum würden wir gerne wieder Gruppenliga-Status genießen.«

Verwirklichen soll dies ein neuer Mann auf der Kommandobrücke. Nach der Trennung von Torsten Zimmermann steht nun Markus Pioch in der Verantwortung. Pioch hatte in der letzten Runde noch den FV Bad Vilbel II trainiert und ist durch seine Gastspiele beim KSV Klein-Karben und Türk Gücü Friedberg kein Unbekannter im Kreis. Ebenfalls in seiner Vita finden sich Stationen als Jugendspieler beim VfB Stuttgart sowie Engagements in den ersten Ligen in Wales und Litauen.

»Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung. So wie ich die Situation bis jetzt einschätzen kann, übernehme ich einen eingeschworenen Haufen mit gewachsenen Strukturen. Für mein Vorhaben, einen offensiven Fußball spielen zu lassen, sehe ich hier beste Voraussetzungen. Stabilisieren müssen wir die Defensive, 19 Gegentore aus den zehn Spielen bis zum Rundenabbruch sind doch etwas zu hoch«, umreißt Pioch seine ersten Eindrücke vom Kader der »Roten«.

Die Eingewöhnungsphase ist ihm nach eigener Aussage nicht schwer gefallen. »Viele Spieler kannte ich aus Kreisoberliga-Zeiten. Und auch hier hat die Technik geholfen, mit Videotreffen und telefonischem Kontakt sind die ersten Schritt des Kennenlernens absolviert.«

Weitere Auffrischung erfährt der Kader der »Roten zu Rundenbeginn. Bereits zur Winterwechselfrist hatte sich Benedikt Grzyb vom FC Hessen Massenheim den Wöllstädtern angeschlossen. Ihm folgen nun Kerem Kayatuz von Viktoria Nidda sowie Luka Lukes vom FV Bad Vilbel II, mit weiteren Spielern stehe man zudem in Kontakt. »Mit dieser Ausstattung an Spielern sollte es wieder möglich sein, im vorderen Drittel der Tabelle mitzuspielen. Alles andere würde der Qualität der Spieler nicht gerecht werden. Die Neuzugänge wie auch unser Kader haben schon eine gewisse Qualität, um in der KOL eine gute Rolle spielen zu können. Und dann schauen wir mal, was dabei rauskommt«, gibt Pioch einen Einblick in die Zielsetzungen.

Voraussetzung dafür ist, das der Ball bald wieder auf den Sportplätzen rollt. Um hier dann gleich richtig Gas geben zu können, wird in Nieder-Wöllstadt zur Zeit den Corona-Lockerungen entsprechend zweimal die Woche locker trainiert. »Wir wollen auf jeden Fall startklar sein, wenn ein Rundenbeginn terminiert wird. Es wäre wünschenswert, wenn dies Mitte oder Ende August sein könnte. Dann könnte man Anfang Juli mit der Vorbereitung starten. Und auch in Freundschaftsspielen könnte man endlich wieder in direkten Vergleichen testen«, hofft Pioch auf ein baldiges Signal seitens der Verantwortlichen.

»Die Ligastärke von 14 Mannschaften ist ebenfalls super, hier sollte es möglich sein, eine Hin- und Rückrunde spielen zu können. Und auch Wochentagsspiele sind meiner Meinung nach nicht unbedingt von Nöten«, sagt Pioch mit Blick auf die kommende Spielzeit.

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