25. März 2010, 14:42 Uhr

Rhein-Main Patriots planen Durchmarsch

(mn) Das Ziel ist klar formuliert. In Assenheim, beim Neuling der 2. Skaterhockey-Bundesliga Süd, wird ohne Umschweife vom Aufstieg gesprochen, vom Durchmarsch also. »Das ist realistisch - auch wenn noch viel Arbeit vor uns liegt«, sagt Patric Pfannmüller. Der inzwischen 33-Jährige gehört noch zur ersten Generation der Patriots, die 1999 gegründet wurden und seit 2009 unter dem Namen Rhein-Main antreten. Eine Bilanz von 19 Siegen bei lediglich einer Niederlage in der letztjährigen Regionalliga-Saison macht den Klub aus der Wetterau auch eine Spielklasse höher zum Favoriten
25. März 2010, 14:42 Uhr
Rhein-Main Patriots: Unser Bild zeigt (hintere Reihe von links) Alexander Blum, Steven Töteberg, Yannick Wehrheim, Hannes Ressel, Rene Juli; (mittlere Reihe) Christian Unger, André Lorei, Marco Forster, Marco Kluin, Edgar Brunn, David Lohfink, Betreuer Bernd Unger; (vorne) Thomas Teschner, Marcel Patejdl, Patric Pfannmüller, Florian Schneider, Marcel Kempf. - Es fehlen: Ingo Schwarz, Jan Sturatschek und Christian Trautmann. (Foto: Schmitz)

»Nein, ein Selbstläufer wird das nicht. Aber allein schon aufgrund unserer Inline-Hockey-Vergangenheit, den entsprechenden Erfolgen und unseren Voraussetzungen können wir uns dieser Rolle nicht entziehen - und das wollen wir auch gar nicht«, sagt Pfannmüller, der selbst noch immer die Skates schnürt und gemeinsam mit Jan Sturatscheck die Mannschaft auch coacht. Die Saison beginnt - nach drei Testspiel-Niederlagen gegen Bundesliga-Mannschaften und einem Pokalerstenrundensieg - am Sonntag (18 Uhr) mit einem Heimspiel gegen die Heilbronn Dragons; gleich einem Höhepunkt, zählt der Gast doch zum Kreis der Mitfavoriten, den im Neuner-Feld zudem Merdingen und Deggendorf bilden.

Gespielt wird eine einfache Hin- und Rückrunde - und »da kann jeder Ausrutscher Folgen haben«, weiß Pfannmüller, der für den Titelgewinn bereits hochgerechnet hat. Zwölf Siege werde man brauchen, glaubt er. Die Heimspiele müssen deshalb gewonnen werden, dazu etwa 50 Prozent der Auswärtspartien. Wird’s nichts mit dem direkten Weg, dann könnten die Niddataler über die Relegationsrunde in die Bundesliga gespült werden.

Die Rhein-Main Patriots gehen erst in ihre zweite Spielzeit unter dem Dach von »Inline- und Skaterhockey Deutschland« (ISHD) mit Sitz in Köln. »Der Verband und auch die Klubs sind weitaus strukturierter«, zieht der Patriots-»Macher« einen Vergleich zur Inline-Hockey-Bundesliga, die man sechsmal gewonnen hatte, die in ihrer Entwicklung aber stehengeblieben scheint. Der Wechsel war die »absolut richtige Entscheidung« sieht man sich bei den Niddatalern nach der erfolgreiche Premieren-Saison bestätigt, Ball und Puck zu tauschen. Während auch der Nachwuchs des 200-Mitglieder-Klubs (davon 150 Aktive) in den Skaterhockey-Spielbetrieb integriert ist, betreibt lediglich die zweite Mannschaft aus Gründen der Entfernungen und der Kosten weiterhin Inline-Hockey. »Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden. Bezüglich der Mitgliederzahlen war ein Rückgang zu verzeichnen. Dieser wurde inzwischen gestoppt.«

Die Regionalliga-Meistermannschaft stellt sich der neuen Herausforderung in nahezu unveränderter Besetzung. Abgänge gibt’s keine, und als Neuzugang ergänzt Steven Töteberg (Friedberg) den Kader. Kontinuierlich sollen zudem zwei Nachwuchsspieler integriert werden. Die Stärke der Rhein-Main Patriots ist die Geschlossenheit. »Alle können Tore schießen. Wir sind nicht von dem einen oder anderen abhängig.« Das große Plus: Mit Ingo Schwarz, Thomas Teschner und Marcel Kempf (U19-Nationalkader-Lehrgang) verfügen die Assenheimer über das vielleicht beste Torhüter-Trio der Liga.

Um beim »Unternehmen Durchmarsch« nichts dem Zufall überlassen zu müssen, haben die Wetterauer vor dieser Saison erstmals ein Wochenend-Trainingsquartier bezogen und ausschließlich gegen höherklassige Klubs getestet. »Uns wurden die Defizite aufgezeigt. Darauf konnten wir reagieren«, bilanziert Pfannmüller angesichts der Pleiten in den Vorbereitungsspielen.

Abseits von Meisterschafts- und Pokalspielen veranstalten die Rhein-Main Patriots am 3./4. April in eigener Halle den Oster-Cup mit internationaler Besetzung, und obendrein ist der Klub als Vizemeister der IHL-Bundesliga-Saison 2009 noch für den kontinentalen Inline-Hockey-Vergleich im Oktober qualifiziert. Ob Assenheim letztlich auch daran teilnimmt, wollte Pfannmüller noch offen lassen.

Ebenso lässt sich der Torjäger in punkto »Eishockey-Spieler im Kader« nicht in die Karten schauen. »Möglich, dass sich in dieser Richtung etwas tut.« Die Kontakte in Richtung Bad Nauheim und auch Frankfurt, so viel wollte er verraten, seien geknüpft, »aber die Jungs sollen erstmal die Playoffs zu Ende spielen.«

Der Kader: Ingo Schwarz, Thomas Teschner, Marcek Kempf, Marco Forster, Florian Schneider, Marco Kluin, Patric Pfannmüller, Andrei Lorei, Jan Sturatschek, Alexander Blum, Christian Unger, Steven Töteberg, Yannick Wehrheim, Rene Juli, Sebastian Schmidt, Marcel Patejdl, Christian Trautmann, Edgar Brunn, Hanes Ressel.

Die Heimspiele: 28. März (18 Uhr) Heilbronn; 18. April (17 Uhr) Deggendorf; 16. Mai (17 Uhr) Bernhardswald; 30. Mai (18 Uhr) Kerpen; 13. Juni (18 Uhr) Velbert; 5. September (18 Uhr) Langenfeld; 25. September (20 Uhr) Bad Friedrichshall; 9. Oktober (20 Uhr) Merdingen.

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