Lokalsport

SGO-Trainer Bellersheim: »Unter diesen Voraussetzungen wird’s schwer«

Die Derby-Niederlage ist das eine, die lange Ausfallliste der SG Oppershofen vorm A-Liga-Spiel in Ober-Hörgern das andere. - Ein Ausblick auf die Fußball-Kreisoberliga und die Kreisliga A.
22. Oktober 2021, 11:59 Uhr
Sascha Kungl
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Norman Thurow trifft mit der SG Oppershofen auf den TFV Ober-Hörgern. FOTO: NICI MERZ

Im Kampf um die Spitzenplätze in der Fußball-Kreisoberliga Friedberg hat der Tabellendritte aus Nieder-Weisel nach dem 1:1-Unentschieden im Verfolgerduell mit dem TSV Dorn-Assenheim vor Wochenfrist am elften Spieltag bereits den nächsten dicken Brocken vor der Brust. Am Sonntagnachmittag ab 15.30 Uhr gibt die Elf von Trainer Gökhan Kocatürk ihre Visitenkarte beim Rangsechsten aus Bruchenbrücken ab, der in den vergangenen Wochen im Kampf um die Spitzenplätze ein wenig an Boden verloren hat und mit einem Heimerfolg zurück in die Erfolgsspur will.

Mit einem Auswärtssieg in der Bärenschweiz könnten die Butzbacher Vorstädter zum Ligaprimus aus Ober-Wöllstadt aufschließen, der an diesem Wochenende genau wie das Tabellenschlusslicht aus Massenheim spielfrei ist. Gleiches hat sich auch der Rangzweite aus Dorn-Assenheim für sein Heimspiel gegen den FC Rendel am heutigen Freitagabend ab 20.30 Uhr auf die Fahnen geschrieben. Auch der SV Teutonia Staden und der SV Nieder-Wöllstadt wollen mit Heimsiegen gegen die FSG Burg-Gräfenrode und den FC Ober-Rosbach am Sonntag zurück in die Spitzengruppe.

Dagegen geht es für den Tabellenvorletzten Türk Gücü Friedberg II im Stadtderby gegen den VfB Friedberg und den punktgleichen SC Dortelweil II im Auswärtsspiel bei der Spvgg. 08 Bad Nauheim um wichtige Punkte gegen den Abstieg. »Wir müssen gegen Bad Nauheim endlich wieder einmal punkten. In den letzten beiden Spielen gegen Bruchenbrücken und in Nieder-Wöllstadt ist für meinen Geschmack etwas zu wenig herausgesprungen«, blickt SCD-Coach Stefan Geppert auf die jüngsten Resultate seiner Elf gegen die Bärenschweizer (2:2) und die Roten aus Nieder-Wöllstadt (0:1) zurück.

Dortelweil II hofft auf Wende

Mit nur neun Zählern aus den zehn Partien stehen die Bad Vilbeler Vorstädter punktgleich mit dem FC Rendel und Türk Gücü Friedberg II auf dem zwölften Tabellenplatz - nur Schlusslicht aus Massenheim holte bislang weniger Punkte. »Am Sonntag stehen wir in Bad Nauheim erneut vor einer schweren Aufgabe. Gegen die Gastgeber haben wir uns in der Vergangenheit immer schwer getan«, erinnert sich der Dortelweiler Übungsleiter an vergangene Duelle mit den Kurstädtern. Bei ihrem Gastspiel im Bad Nauheimer Waldstadion müssen die Dortelweiler auf Laurens Lahrs und Florian Fiebig (beide beruflich verhindert) sowie Arif Yildirim (Urlaub) verzichten.

Die punktgleichen Rendeler sind zum Auftakt des elften Spieltags im Oberhaus des Friedberger Fußballkreises heute Abend ab 20.30 Uhr im Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten aus Dorn-Assenheim in der Außenseiterrolle. Dem 6:0-Kantersieg im Kellerduell gegen Türk Gücü Friedberg II am vorletzten Spieltag folgte beim jüngsten 2:4 gegen das Tabellenschlusslicht aus Massenheim prompt die Ernüchterung. »Durch den Sieg gegen Friedberg haben wir uns in eine gute Ausgangsposition gebracht. Die Niederlage gegen Massenheim hat uns aber schnell zurück auf den Boden geholt«, räumt Rendels Trainer Alexander Jörg ein. »Dennoch ist es Fakt, dass wir mit dem Fünf-Punkte-Polster auf den Abstiegsplatz zufrieden sein können. Nun haben wir bis zur Winterpause drei schwere Aufgaben gegen Dorn-Assenheim, Bruchenbrücken und Nieder-Wöllstadt vor der Brust und wollen unbedingt noch punkten. Wenn uns das gelingt, können wir mit der Hinrunde durchaus zufrieden sein. Im Vergleich zur Vorsaison haben wir zum selben Zeitpunkt mehr Punkte auf dem Konto, genauso viele Tore geschossen und vor allem 20 Tore weniger kassiert. Das zeigt, das wir deutlich konkurrenzfähiger sind als im Vorjahr«, zieht der Rendeler Übungsleiter ein positives Fazit der Hinrunde.

»In der Vorsaison haben wir gegen Dorn-Assenheim eine unserer bittersten Saisonniederlagen kassiert. Dafür wollen wir Wiedergutmachung betreiben. Im Flutlichtduell mit den Schloggebachern erwartet uns ein echtes Kampfspiel. Das liegt in der DNA meiner Mannschaft, deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir alles raushauen und ein gutes Spiel zeigen werden«, ist Jörg überzeugt.

Lange Ausfallliste im Bellersheim-Team

Eine Etage tiefer, in der Kreisliga A, empfängt der Tabellendritte aus Ober-Hörgern mit dem 3:0-Derbyerfolg gegen den Traiser FC im Rücken am Sonntag ab 15.30 Uhr die SG Oppershofen. »Wir gehen von einer kampfbetonten Begegnung aus. In der Vergangenheit waren die Duelle mit Oppershofen nicht immer einfach für uns. Unser Ziel Dennoch ist es ist es, das Heimspiel zu gewinnen«, lässt TFV-Spielertrainer Christian Teschner keine Zweifel aufkommen. Mit Ausnahme der beiden Langzeitverletzten Yannick Polleichtner und Miguel Roales Terron können die Hausherren personell aus dem Vollen schöpfen.

Auf Seiten der Gäste aus Oppershofen plagen Trainer Jürgen Bellersheim größere Personalsorgen. Florian Weil (Rippenprellung), Gernot Matz (Gehirnerschütterung), Konstantin Schreiner (Herzprobleme), Nick Bayer (Schulterverletzung) und Patrick Schaub (Zerrung) fallen allesamt aus. »Rückblickend ärgert uns weniger die Niederlage gegen Rockenberg, sondern die Zahl der Verletzten, die wir aus dem Derby mitgenommen haben. Unter diesen Voraussetzungen wird sehr schwer für uns«, weiß Bellersheim.

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