18. November 2020, 09:52 Uhr

Sechs Markenbotschafter

18. November 2020, 09:52 Uhr
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Von Michael Nickolaus

Eishockey in Bad Nauheim hat Tradition. Hier werden seit nunmehr 75 Jahren Idole verehrt und Legenden geboren. Jetzt haben die Roten Teufel sechs Markenbotschafter ernannt. Thomas Barczikowski, Dieter Jehner, Jan Guryca, Rolf Knihs, Manfred Müller und Ralf Pöpel werden den Zweitligisten künftig offiziell repräsentieren. Sie alle haben als Spieler, mancher auch als Trainer, Eishockey in der Wetterau über Jahre hinweg geprägt - keiner geht im Winter freitags- oder sonntagsabends schlafen, ohne das Ergebnis der Roten Teufel zu kennen.

»Bad Nauheim ist eine großartige Eishockey-Stadt. Die Verbundenheit zum und am Standort ist riesengroß. Wir haben die Botschafter ganz bewusst ausgewählt. Sie bringen Tradition und Identifikation zum Ausdruck«, sagt Dag Heydecker. Als Geschäftsleiter der Spielbetriebs GmbH hatte er das Thema Markenbotschafter forciert. »In Bad Nauheim trifft man immer einen Ehemaligen auf der Straße. Das ist lebendige Geschichte eines Traditionsstandorts.«

»Ich trage Eishockey im Herzen und fühle mich geehrt. Und es ist sicher gar nicht mal so verkehrt, Dinge aus Sicht eines Sportlers zu erzählen. Wie ein Profi denkt und fühlt; und das bewusst auch aus einer gewissen Distanz heraus«, sagt Ralf Pöpel. Er lasse sich da sehr gerne einbinden. Zusammen mit anderen Haudegen der 1980er und 1990er Jahre wirkt Pöpel bereits im Video-Trailer der aktuellen Saison mit. Die Entwicklung des aktuellen Teufel-Kapitäns Marc El-Sayed habe er von dessen ersten Schritten an verfolgt, mit Andreas Pauli im Sommer in unmittelbarer Nachbarschaft zum Eisstadion den Golfschläger geschwungen. Bei Sponsoren- und Fan-Treffen, am Spieltag im VIP-Raum oder auch bei Saison-Eröffnungs- und Abschlussveranstaltungen sollen die Botschafter den Klub repräsentieren.

Er habe keine drei Sekunden überlegen müssen, sagt Thomas Barczikowski. »Ich sehe eine sehr positive Entwicklung. Andreas Ortwein führt den Verein schon seit mehr als zehn Jahren, hat Ruhe und Kontinuität reingebracht. Was getan wird, hat Hand und Fuß. Dabei kann sich jeder ausmalen, wie schwer es ist, über all die Zeit seine Linie sauber durchzuziehen«, sagt Barczikowski. »Wenn’s irgendwie möglich ist, bin ich im Stadion. Eishockey ist in dieser Stadt immer ein Thema«, sagt der Ex-Profi, der zwischenzeitlich auch zweimal als Coach aushalf und in die Nachwuchsarbeit integriert war. »Ich möchte meinen Teil beitragen, den Standort voranzubringen.«

Von Assistenztrainer Harry Lange hatte Barczikowski sich kürzlich sogar überreden lassen, mit der Traditionsmannschaft aufs Eis zu gehen. »Wahrscheinlich wollen sie mich für die Playoffs fit machen«, sagt der 57-Jährige augenzwinkernd.



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