24. März 2021, 16:00 Uhr

Handball

Petterweiler Stellschrauben

Der Handball ruht. Hallenöffnungen lassen weiter auf sich warten. Training mit Kontakt ist derzeit undenkbar. Beim TV Petterweil laufen dennoch die Planungen.
24. März 2021, 16:00 Uhr
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Von Peter Hett
Nicht nur im Sportlichen, sondern auch im Hintergrund arbeitet man beim TV Petterweil um Trainer Martin Peschke (Mitte) an den Zukunftsplanungen. SYMBOLFOTO: KESSLER

Normalerweise hätte der Handball-Oberligist TV Petterweil dieser Tage die SG Bruchköbel in der Halle an der Sauerbornstraße empfangen und sich sicher über ein ausverkauftes Haus freuen können. So ist aber die Pandemie allgegenwärtig, und die Mitglieder und Spieler des Klubs aus dem Karbener Stadtteil können von Handball nur träumen. Dennoch gibt es einige Stellschrauben, an denen man beim TVP auch im Lockdown dreht.

Wiederaufnahme des Spielbetriebs - Der hessische Verband möchte, dass im unwahrscheinlichen Fall einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs noch im Frühjahr der ursprüngliche Spielplan - trotz offiziellen Abbruchs - weitergeführt wird. Dazu steht man beim TVP nicht. Sollte wieder gespielt werden dürfen, möchte man sich mögliche Testspiel-Gegner selbst aussuchen. Nach Melsungen zu fahren, nur weil es der Plan ursprünglich so vorsah, wird nicht als sinnvoll erachtet.

Lange Pause, Kontakte untereinander, Stimmung - Regelmäßige Kontakte zwischen Team und Trainer gab es zweimal wöchentlich per Video-Schalte. Die Spieler absolvierten ein vorgegebenes Fitnessprogramm, das aber kein reguläres Training und den Wettkampf ersetzen konnte. Die Laune ist etwas im Keller. Der allgemeine Zusammenhalt beim TVP hat aber sicher nicht unter Corona gelitten.

Organisatorische Planungen bis zum Beginn der Spielzeit 2021/22 - Zunächst soll alles Mögliche ausprobiert werden, was unter vorgegebenen Richtlinien erlaubt ist, damit die Mannschaft sich wieder begegnet und Spaß am Sport empfindet. Dabei könnte es sich auch um Badminton oder Tischtennis handeln. Selbstredend wird auch im Fitnessbereich gearbeitet. Sollte das zeitnah möglich sein, erfolgt im Juni/Juli eine kurze Pause, danach könnte die normale Vorbereitung beginnen.

Die Oberliga - Es ist die Spielklasse, die man erreichen wollte und in der man jetzt angekommen ist. Bei Trainer und Mannschaft ist das Engagement und die Motivation bei 100 Prozent. Jedem einzelnen ist bewusst, dass man in dieser Klasse anders nicht bestehen kann.

Gedankenspiele über die Ausrichtung - Das Aushängeschild erste Mannschaft steht und ist in der Oberliga spielfähig. Nachholbedarf besteht im Jugendbereich. Hier braucht es zunächst mehr gute, qualifizierte Trainer, um auch in Zukunft genügend Spieler auszubilden. Eventuell muss hier auch mit prominenten Namen aufgewartet werden, um Jugendliche zum Handball zu locken. In gewisser Weise ist auf andere Vereine zuzugehen, was auch in Bezug auf die Hallennutzung als wichtig erscheint. Eine Spielgemeinschaft kommt aber eher nicht in Frage. Das Alleinstellungsmerkmal soll erhalten werden. An einer Neugestaltung der Homepage arbeitet man. Auch in Sachen Neugestaltung der Spielkleidung wird sich etwas tun, was auch die Ausweitung von Fanartikeln beeinflusst.

Dank an die Fans - Für die Verantwortlichen ist es enorm wichtig, sich bei Fans und Sponsoren zu bedanken und sie weiterhin bei der Stange zu halten. Spiele ohne Zuschauer sollten an sich mit einem Livestream angeboten werden. Dieses Angebot wird beibehalten, wenn es weitergeht. Zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit maximaler Hallenauslastung will man möglicherweise einen namhaften Gegner nach Petterweil holen.

Die Finanzen - Natürlich gab es auch in Petterweil durch fehlende Einnahmen aus dem Spielbetrieb finanzielle Einbußen. Eintrittsgelder fehlen, der Verkauf von Essen und Getränken blieb aus. Im Vorteil gegenüber anderen höherklassigen Vereinen sieht man sich dadurch, dass die Spieler nur minimale Aufwandsentschädigungen erhalten und die Kosten dadurch auch jetzt geringer sind. Dank vieler treuer Partner und Sponsoren - mit Friedhelm Hess an der Spitze - erhofft man sich längeren Atem zu haben, als andere.



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