Lokalsport

Neue Wege auf Sand: »4vs4« mit Wetterauer Beteiligung

Beachvolleyball ist in seiner Variante zwei gegen zwei bekannt geworden. Der hessische Verband hat nun eine neue Spielform eingeführt, es geht vor allem um Spaß. Einige Wetterauer machen mit.
16. Juni 2021, 07:00 Uhr
Christoph Sommerfeld
_2021-06-03pressemitteilung
Nach mehrmonatiger Spielpause ist die Stimmung beim »4vs4« exzellent. Das neue Format ergänzt das Beach-Angebot des Hessischen Volleyball-Verbands. SYMBOLFOTO: HVV

Der Hessische Volleyball-Verband (HVV) hat die neue Turnierserie »4vs4« ins Leben gerufen, die das gewohnte Angebot an Turnieren im Rahmen der HVV-Beach-Tour nicht ersetzen, sondern ergänzen soll. Mit dabei aus der Wetterau sind der SSC Bad Vilbel, die TG Groß-Karben, der TV Berstadt und der Karbener SV.

Gespielt wird draußen im Sand, auf einem 16x8 Meter großen Spielfeld mit vier Spielern auf jeder Seite. Um die unterschiedlichen Spielstärken zu berücksichtigen, gibt es verschiedene Pools, die jeweils in Turnierform für Männer, Frauen, Mixed-Teams und Jugendliche angelegt sind. »Wichtig bei dieser Runde ist vor allem der Spaß und die Möglichkeit, nach der langen Pause endlich wieder Volleyball zu spielen«, lässt sich Landesspielwart Timo Geppert in einer Mitteilung des Verbands zitieren. Unter dieser Prämisse hat der Verband versucht, möglichst unkomplizierte und flexible Rahmenbedingungen zu schaffen. Ein kurzes Regelwerk, Hygiene-Informationen und knappe Erläuterungen zur Runde sollen den Ablauf und die Teilnahme am »4vs4« möglichst einfach gestalten.

214 Teams aus 72 Vereinen haben sich für das neue Format angemeldet. Der SSC Bad Vilbel stellt gleich vier Damen-Mannschaften, von denen die erste bereits zum Serien-Auftakt Anfang Juni in Erbach vertreten war. Mit je zwei Siegen gegen den Gastgeber und die Spfr. Seligenstadt sammelten die SSC-Damen vier Punkte im Pool C4 ein. Am kommenden Wochenende sind dann die anderen drei Vilbeler Teams sowie die TG Groß-Karben am Start. Das letzte Turnier in diesem Damen-Pool ist für den 11. Juli geplant.

Die Spieltage werden immer in Form von Ein-Tages-Turnieren ausgetragen, bei denen jeder gegen jeden spielt. An einem solchen Turnier nehmen pro Beach-Feld maximal vier Teams eines Pools teil. Bei Anlagen mit mehreren Feldern ist eine Vermischung der Turniere zu vermeiden. Es wird in Pools mit sechs bis 16 Teams gespielt. Bei Turnieren mit drei Mannschaften erhalten die Teams je nach Platzierung vier, zwei oder einen Punkt. Bei Vierer-Turnieren gibt es fünf, drei, zwei oder einen Punkt.

Ein Team besteht an einem Turniertag aus maximal sechs Personen. Diese werden zu Beginn festgelegt und können an diesem Tag nicht mehr verändert werden. Änderungen in der Teamzusammensetzung für den nächsten Spieltag sind hingegen möglich. Auf dem Spielfeld befinden sich jeweils vier Personen einer Mannschaft, in der Kategorie Mixed immer mindestens zwei Frauen. Pro Satz darf vier mal gewechselt werden.

Eine Person darf an verschiedenen Tagen grundsätzlich in mehreren Pools antreten, zum Beispiel weiblich und mixed. Häufige Wechsel zwischen den Teams, besonders im gleichen Pool, sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

Mehrere Turniere in Berstadt

Bei den Männern vertritt der TV Berstadt mit zwei Teams die heimischen Farben und sollte ursprünglich schon am ersten Juni-Wochenende im Pool C2 starten. Dann ging die Veranstaltung in Waldgirmes aber ohne die Wetterauer über die Bühne. Das »4vs4«-Konzept sieht eine flexible Teilnahme vor. Sollte ein Team nicht an einem Turnier teilnehmen können, rücken andere Teams aus dem jeweiligen Pool nach.

Am vergangenen Sonntag legten die Wölfersheimer Vorstädter aber dann los. Und das auf eigener Anlage. Die erste Mannschaft behielt gegen die eigene »Zweite« sowie gegen den Gießener SV III jeweils mit 2:0-Sätzen die Oberhand. Nach der Niederlage gegen Eintracht Stadtallendorf stand der zweite Platz im Viererfeld zu Buche. Am 26. Juni und am 3. Juli stehen weitere Heimauftritte für den TVB an, ehe am 11. Juli die Runde endet.

Die gemischten Mannschaften aus Berstadt sind derweil am kommenden Wochenende Gastgeber im Mixed-Pool C2. Auch an den drei darauffolgenden Wochenenden ist laut HVV-Planung jeweils ein Turnier auf der Spielstätte im Norden der Wetterau geplant.

»Ich finde es super, dass das Angebot so gut angenommen wird. Neben etablierten Vereinen haben sich auch Volleyball-Mannschaften gemeldet, die nicht im HVV organisiert sind. Das bestärkt uns in dem Gedanken, dieses Format auch in der Zukunft anzubieten«, lobte HVV-Präsident Thomas Petigk.

Als Grundlage im »4vs4« dienen weitgehend die offiziellen Hallenvolleyball-Regeln des Weltvolleyballverbands, mit leichten Anpassungen. Es wird mit drei Personen am Netz und einer Person am Aufschlag gespielt. Letztere darf nicht blocken und nicht oberhalb der Netzkante angreifen. Gespielt werden die im Beach-Volleyball üblichen zwei Gewinnsätze bis 21 bzw. Tie-Break bis 15.

Mit dem Karbener SV, der zunächst am vergangenen Wochenende starten sollte, greift der vierte Wetterauer Vertreter nun am kommenden Samstag in Auerbach ins Geschehen ein. Auch der KSV schickt eine gemischte Männer-Frauen-Mannschaft ins Rennen (Mixed-Pool 3).

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/sport/lokalsport-wz/neue-wege-auf-sand-4vs4-mit-wetterauer-beteiligung;art1435,739506

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