05. Juni 2021, 10:00 Uhr

Fussball

Nach einem Jahr Pause: SG Rodheim nimmt Spielbetrieb wieder auf

Die SG Rodheim wagt den Re-Start in der Fußball-Kreisliga C; mit vielen neuen Gesichtern und einem neuen Spielertrainer.
05. Juni 2021, 10:00 Uhr
Ümit Karpuz (links, im Zweikampf mit Marius Kenne Wa vom VfB Friedberg) wird Spielertrainer bei der SG Rodheim. Zuletzt kickte der 36-Jährige für den SV Bruchenbrücken. FOTO: NICI MERZ

Die SG Rodheim ist zurück im Senioren-Fußball! Nach einjähriger Abstinenz hat Abteilungsleiter Uwe Wies nun wieder eine Mannschaft zum Spielbetrieb in der Kreisliga C Friedberg gemeldet. »Ein gutes Gefühl. Es ist wichtig, dass auch wieder im Aktivenbereich gespielt wird; gerade auf einer Sportanlage wie in Rodheim, die Top-Bedingungen bietet«, sagt Wies. Spielertrainer bem SGR-Re-Start ist Ümit Karpuz, der sich in der Wetterau als Torjäger einen Namen gemacht hat; zuletzt beim SV Bruchenbrücken. Die erste Übungseinheit zum Beschnuppern und Kennenlernen unter dem 36-Jährigen wurde bereits absolviert.

Rückblick: Im August 2020 hatte die SG Rodheim ihre Senioren-Mannschaft aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. Das war bereits der zweite Rückzug binnen eines Jahres. Wie schon im Sommer 2019 hatte der Klub die zahlreichen Abgänge personell nicht kompensieren können. Statt in der Kreisoberliga war zunächst noch eine Saison mit den verbliebenen Spielern in der C-Klasse überbrückt worden. Für eine weitere Spielzeit in der untersten Klasse fehlten aber die Spielern.

Vergangene Woche: Mehr als zwei Dutzend Kicker hatte Ümit Karpuz beim ersten Training um sich versammeln können. Einen Teil der »alten Garde«, wie Wies sagt; Spieler, die den Klub nicht verlassen hatten. Aber auch rund 20 Neuzugänge, die Karpuz nach Rodheim gefolgt sind. Der Übungsleiter spielt neben Wies die Hauptrolle beim der Reanimation der SGR-Seniorenfußballer. Karpuz wohnt in Rodheim, sein Sohn spielt für die JSG. Von der G- bis zur C-Jugend wird mit dem VfB Petterweil kooperiert. Zum Jahreswechsel habe man sich zusammengesetzt, möglichkeiten ausgelostet, Chancen und Risiken besprochen. »Ümit ist in Fußballkreisen sehr gut vernetzt und konnte viele Spieler von Rodheim überzeugen«, sagt Wies. Wichtig ist ihm: Der Philosophie, kein Geld in die Mannschaft zu investieren, sei man treu geblieben. »Wir bieten als Verein Top-Rahmenbedingungen. Wem das nicht genügt, dem kann ich auch nicht helfen.« Der Mehrsparten-Verein mit seinen insgesamt 1700 Mitglieder investiere in »bleibende Werte statt in kurzfristigen sportlichen Erfolg.«

Wies selbst ist seit 1995 im Verein, steht der Fußball-Abteilung mit ihren etwa 300 Mitgliedern seit zehn Jahren vor. Von einer »persönlich sehr bitteren Entscheidung« hatte er im Vorjahr gesprochen, die vergangenen Monate dann aber selbst die Akkus aufgeladen. 300 Kilometer habe er monatlich auf dem Rad gesessen, so lange es möglich war, auch Sportplätze besucht. »Jetzt freue ich mich wieder auf den Fußball in Rodheim«, sagt er. »Ein bisschen ist’s aber auch ne Wundertüte.« Die Pandemie habe vieles erschwert. »Die ersten Eindrücke sind aber sehr positiv. Ich bin guter Dinge, dass das funktionieren.« Fußballerisch habe der Kader durchaus Potenzial. In der C-Liga werde man sicher vorne mitspielen können.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Bruchenbrücken
  • Fußballabteilungen
  • Fußballspieler
  • Petterweil
  • SG Rodheim
  • SV Bruchenbrücken
  • Senioren-Mannschaften
  • Seniorenfußball
  • Spielertrainer
  • Sportplätze
  • Torjäger
  • Michael Nickolaus
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen